Menü
Oberhessische Presse | Ihre Zeitung aus Oberhessen
Anmelden
Panorama Heuballen und Wald brennen: Suche nach Serientäter
Mehr Hessen Panorama Heuballen und Wald brennen: Suche nach Serientäter
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
16:52 05.08.2022
Ein Feuerwehrmann löscht brennende Heuballen an der A66.
Ein Feuerwehrmann löscht brennende Heuballen an der A66. Quelle: -/5vision Media/dpa
Anzeige
Hofheim/Hainburg (dpa/lhe)

Zwei mutmaßliche Brandstiftungen haben in Hessen für Feuerwehreinsätze gesorgt. Rund 600 Heuballen und eine 400 Quadratmeter große Fläche standen in der Nacht zum Freitag auf einem Feld an der Autobahn 66 nahe Hofheim (Main-Taunus-Kreis) in Brand, wie die Polizei mitteilte.

Vorsichtshalber wurden demnach eine nahe gelegene Raststätte gesperrt und mehrere Autos von dort entfernt. Die Löscharbeiten gingen den Angaben zufolge bis in die Morgenstunden. Die Polizei geht von Brandstiftung aus und sucht nach Zeugen. Sie schätzt den Sachschaden auf rund 30.000 Euro.

In der Nähe von Hainburg im Kreis Offenbach kam es am Donnerstagabend erneut zu einem Waldbrand, den Ermittler einer Serie von Brandstiftungen zuordnen. Diesmal standen rund 2500 Quadratmeter Waldfläche in Flammen, wie ein Sprecher der Polizei in Offenbach am Freitag mitteilte. Es seien zwei Brandstellen gefunden worden, was dafür spreche, dass der Brand gezielt gelegt wurde.

Aktuell werde in über zwei Dutzend Fällen ermittelt, welche teils mehrere Feuer umfassen. Bereits seit Ende März brennt es immer wieder im Wald sowie auf Feldern und Wiesen in Hainburg, Seligenstadt, Obertshausen und Heusenstamm.

Verdächtige seien dagegen noch nicht ausgemacht worden. Mit Blick auf die Ermittlungen gebe es drei Probleme: Die Größe und Abgeschiedenheit des Waldes sowie mögliche vom Feuer zerstörte Spuren. «Das macht es uns sehr schwer», erklärte der Sprecher. An den Löscharbeiten waren den Angaben zufolge 45 Feuerwehrleute beteiligt. Das Rote Kreuz war zudem wegen des heißen Wetters vor Ort, um die Einsatzkräfte zu versorgen. Ein Polizeihubschrauber unterstützte demnach bei der Suche nach dem Brandnest.