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Landtagswahl 2018 Nach der Ausbildung folgt das Studium
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00:18 28.10.2018
Volker Lauber (von links) und Andreas Wetter informierten Bundes-Bildungsministerin Anja Karliczek und Hessens Finanzminister gemeinsam mit Jost Wetter über den Familienbetrieb. Quelle: Ingrid Lang
Breidenstein

Bundesministerin für Forschung und Bildung Anja Karliczek hat sich bei der Firma K+G Wetter über die Kooperation mit der Technischen Hochschule Mittelhessen in Biedenkopf informiert. Geschäftsführer Andreas Wetter gab Karliczek einen Einblick in das Familienunternehmen, das vor 28 Jahren durch die Ausgliederung der Handwerksfirma Krämer und Grebe von den beiden Cousins Manfred und Reinhard Wetter gegründet wurde und heute unter dem Namen K+G Wetter firmiert.

Das Unternehmen stellt verschiedene Geräte zur Verarbeitung von Fleisch, aber auch vegetarischer Lebensmittel her. 2016 erhielt sie den „Best Image Award“ in der Kategorie „Kutter-Handwerk“. Die Maschinen des Familienbetriebs sind in mehr als 60 Ländern im Einsatz.

„Wir bilden auch im technischen und kaufmännischen Bereich aus“, betonte Andreas Wetter. Nach der Ausbildung besteht die Möglichkeit, ein Studium an der technischen Hochschule zu beginnen.

„Hinterländer sind sehr bodenständig“

Professor Gerd Manthei ging auf die Möglichkeit des Studium Plus ein und befragte dazu zwei Studenten, die beide bei Wetter ihre Ausbildung absolviert haben. Sebastian Weigl hatte 2009 eine Ausbildung als Technischer Zeichner begonnen, die er drei Jahre später beendete. Mittlerweile hat er sein Studium an der Technischen Hochschule Biedenkopf abgeschlossen und wirkt als Konstrukteur. Jannik Pfeil absolvierte nach dem Abitur eine Ausbildung zum Industriemechaniker bei Wetter und begann 2017 mit dem dualen Studium Plus im Fach Hygiene.

Manthei fragte nach, warum sie sich gerade für das Studium in Biedenkopf entschieden haben. Für beide war es wichtig, dass sie nicht umziehen mussten, weiterhin in den örtlichen Vereinen wirken konnten und vor allem die Freunde nicht aus den Augen verloren.

Forschungsministerin Karliczek zeigte sich beeindruckt von der Firmengeschichte des Unternehmens, aber auch von der Kooperation zwischen dem Betrieb und der Technischen Hochschule Mittelhessen. Sie betonte, dass es wichtig sei, „dass junge Menschen gut ausgebildet werden“. An die Firma K+G Wetter gewandt sagte die Ministerin, „dass Sie stolz auf sich sein können und auf das, was Sie geschaffen haben“. Als Mittelständler übernehme K+G Wetter Verantwortung vor Ort.

Finanzminister Dr. Thomas Schäfer betonte, dass die Verbindung von Theorie und Praxis wichtig sei, ebenso wie die Berufsausbildung. „Hinterländer sind sehr bodenständig und von hier geht man nicht so schnell weg“ sagte der Finanzminister.

von Ingrid Lang