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Landtagswahl 2018 Die Sorgen der Erstwähler
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00:18 26.10.2018
Angelika Löber (von links, SPD), Dr. Thomas Schäfer (CDU) und Christian Schmidt (Grüne) beantworteten in Biedenkopf Fragen der Berufsschüler. Quelle: Tobias Kunz
Biedenkopf

Großer Andrang um die beiden aussichtsreichsten Bewerber des Direktmandats im Wahlkreis 12. Mehr als 100 Schüler der Beruflichen Schulen Biedenkopf wollten von Dr. Thomas Schäfer (CDU) und Angelika Löber (SPD) wissen, welche Ideen die beiden Direktkandidaten für das Land Hessen und Biedenkopf speziell haben. Für die Grünen vertrat Ersatzbewerber Christian Schmidt die Direktkandidatin Sandra Laaz. Die anderen Bewerber verzichteten auf die Teilnahme an der Podiumsdiskussion.

Schäfer nannte den Neubau der Technischen Hochschule Mittelhessen in Biedenkopf als wichtigen Schritt dafür, den Berufsschülern eine Perspektive in der Region zu geben. Dieses Angebot gelte es in der Zukunft auszubauen. Zudem forderte er eine bessere Verkehrsanbindung und schnelleres Internet. Die CDU wolle die „Spitzenposition“ des Landes Hessen im Bundesvergleich verteidigen. „Da steckt harte Arbeit dahinter“, sagte Schäfer.

Löber nannte den Ausbau der ärztlichen Versorgung auf dem Land als wichtigen Punkt. Das DRK-Krankenhaus in Biedenkopf müsse gestärkt, kleinere Versorgungseinheiten eingerichtet werden, damit mehr Fachärzte aufs Land kommen müssen. Zudem wolle sie sich für mehr Studienplätze für Allgemeinmediziner einsetzen und die Pflegeberufe aufwerten. In der Pflege gebe es jetzt schon zu wenig Fachkräfte und dies werde noch schlimmer, sagte Löber. Zudem setze sich die SPD für einen Ausbau des Öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV), kostenlose Bildung für alle sowie eine Stärkung der Kommunen ein, die Löber als „Keimzelle der Demokratie“ bezeichnete.

Schmidt bezeichnete den Bus- und Bahnverkehr als „Mobilität der Zukunft“. Der ÖPNV müsse ausgebaut werden. „Wir brauchen Alternativen zum Auto“, sagte Schmidt im Hinblick auf den Klimawandel. Der Sommer habe gezeigt, dass die Auswirkungen dessen auch hierzulande spürbar seien. Die erneuerbaren Energien seien eine „wahnsinnige Zukunftsbranche“. Applaus erntete er von den Schülern dafür, dass er sich gegen die AfD aussprach. Man müsse „klare Kante gegen rechts zeigen“, sagte Schmidt.

von Tobias Kunz