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Hessen Fall von Affenpocken im Landkreis Gießen nachgewiesen
Mehr Hessen Fall von Affenpocken im Landkreis Gießen nachgewiesen
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18:12 18.07.2022
Elektronenmikroskopische Aufnahme von Affenpocken-Viren, Ultradünnschnitt. Im Landkreis Gießen ist ein erster Fall von Affenpocken gemeldet worden.
Elektronenmikroskopische Aufnahme von Affenpocken-Viren, Ultradünnschnitt. Im Landkreis Gießen ist ein erster Fall von Affenpocken gemeldet worden. Quelle: Freya Kaulbars/RKI/dpa
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Die Infektion des Mannes sei im Labor nachgewiesen worden, das Gesundheitsamt hatte zuvor bereits die 21-tägige Absonderung angeordnet. Der 39-Jährige infizierte sich offenbar bei einer Person aus einem anderen Bundesland. Nach derzeitigem Kenntnisstand habe es danach keine weiteren Kontakte gegeben, die ein Infektionsrisiko für andere Personen bedeutet hätten, so Wingender. 

Das Gesundheitsamt des Landkreises halte mittlerweile Impfstoff gegen die Affenpocken vor. Da er nur in geringen Mengen zur Verfügung stehe, werde er nur für Impfungen bestätigter Kontaktpersonen von Infizierten aufbewahrt. Dabei spiele Zeit eine wichtige Rolle, so Dr. Sophie Ruhrmann vom Gesundheitsamt: „Wer innerhalb von vier Tagen nach einer Ansteckungssituation geimpft wird, hat gute Chancen, dass die Erkrankung gar nicht erst ausbricht. Wer später, aber in einem Zeitraum bis zu 14 Tagen geimpft wird, hat immerhin die Aussicht, weniger schwer zu erkranken.“ Heftige Schmerzen im Bereich der Hauterscheinungen könnten eine Affenpockeninfektion sehr unangenehm machen.