Menü
Oberhessische Presse | Ihre Zeitung aus Oberhessen
Anmelden
Hessen Bundespolizei verhaftet 654 mutmaßliche Straftäter
Mehr Hessen Bundespolizei verhaftet 654 mutmaßliche Straftäter
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
15:42 06.08.2019
Im vergangenen Halbjahr hat die Bundespolizeidirektion Koblenz mehreren Schleusern und Straftätern das Handwerk gelegt.  Quelle: Felix Kästle
Koblenz

"Im ersten Halbjahr 2019 hatten wir eine hohe Einsatzbelastung, die die Bundespolizei mit guten Erfolgen gemeistert hat, um die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger zu gewährleisten", sagte der Präsident der Bundespolizeidirektion Koblenz, Joachim Moritz​. Seine Direktion ist zuständig für die Bundesländer Hessen, Rheinland-Pfalz und das Saarland.

277 Einsätze wurden in den fünf Inspektionen Kassel, Frankfurt, Kaiserslautern, Trier und im Saarland nach eigenen Angaben bewältigt. An der deutschen Grenze, an den Bahnhöfen und in den Zügen seien bis zu einer halben Millionen Personen kontrolliert worden. Dies führte zu mehr als 9.400 Fahndungstreffern. In 654 Fällen lag laut Pressemitteilung ein Haftbefehl vor. Die Bundespolizisten leiteten Ermittlungsverfahren zu mehr als 18.000 Delikten ein.

Schwerpunkt Menschenschmuggel

Ein Schwerpunkt lag auf der Schleusungskriminalität über die Grenze aus Frankreich, Luxemburg und Belgien. Mehrere Lastwagen mit illegal eingewanderten Menschen an Bord wurden auf größeren Autobahnen und an kleineren Ausweichstrecken entdeckt. Flankierend dazu wurden entlang der grenzüberschreitenden Bahnstrecken Einsätze organisiert - dabei wurden Kameras, Motorrädern, Drohnen und Hubschrauber genutzt, informiert die Bundespolizei in ihrer Bilanz-Mitteilung.

Um Ausweichversuche potenzieller Straftäter auf andere Routen und Strecken zu verhindern, wurden mit Hubschraubersprungfahndungen die Kontrolltrupps schnell zwischen verschiedenen Kontrollstellen verlegt. „ Diese Form der Fahndung für das polizeiliche Gegenüber unberechenbar, deckt gleichzeitig einen großen Einsatzraum ab und wirkt damit effizient", erklärt die Bundespolizeidirektion. Zeitweise waren demnach mehr als 600 Polizisten von den Inspektionen, der mehr als 100 Mann starken Mobilen Kontroll- und Überwachungseinheit sowie der Bundesbereitschaftspolizei gleichzeitig in Grenznähe im Einsatz. Zusätzlich seien auch Zivilfahnder mit einbezogen worden, um den möglichen Schleusern und Straftätern das Handwerk zu legen.

Im Ergebnis stellte die Bundespolizeidirektion Koblenz im ersten Halbjahr mehr als 1.700 Personen fest, die unerlaubt nach Deutschland eingereist waren oder sich darin unerlaubt aufhielten.