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Bauen & Wohnen Wespennester: Was gilt bei der Entfernung und Umsiedlung?
Mehr Bauen & Wohnen Wespennester: Was gilt bei der Entfernung und Umsiedlung?
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14:09 16.08.2020
Ein Wespennest, etwa unter einem Dachvorsprung, sollte vom Fachmann entfernt werden.
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Ob im Garten, Park oder Biergarten – Wespen sind häufige Begleiter in diesen Tagen. Wenn besonders viele von ihnen anschwirren, könnte das daran liegen, dass sich die Tiere in der Nähe eingenistet haben. Doch Vorsicht: Ein Wespennest lässt sich nicht so einfach beseitigen.

Wespennester entfernen: Umsiedlung von Wespen nur bedingt erlaubt

Grundsätzlich sind die meisten Wespenarten, die in Deutschland und den Nachbarländern leben, harmlos. Da die meisten Arten “kurzzyklisch” sind, also nur wenige Wochen leben, sind viele Nester ab Ende August ohnehin verwaist. Allerdings gilt das nicht für die Deutsche und Gemeine Wespe, die hierzulande zu den häufigsten Arten zählt. Diese Nester sterben in der Regel erst im Herbst ab.

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Wie werde ich Wespen am besten los?

Geht von den Wespen eine Gefahr aus oder sind Bewohner in ihrem täglichen Leben beeinträchtigt, bietet sich eine Umsiedlung der Nester an. Aber Vorsicht: Ohne triftigen Grund ist das eigenmächtige Entfernen eines Wespennests gesetzlich verboten, da die meisten Insekten unter Naturschutz stehen. Auch der Prozess der Umsiedlung ist nach dem Tierschutzgesetz streng geregelt. Nur wenn von den Wespen eine begründete Gefahr ausgeht, etwa weil sie eine Bedrohung für Kinder oder Allergiker darstellen, dürfen die Nester vom Fachmann entfernt und umgesiedelt werden.

In besonders schlimmen Fällen kann auch ein Schädlingsbekämpfer eingeschaltet werden. Dabei sollten sich Bewohner allerdings über die eingesetzten Mittel informieren, da diese mitunter schädlich für Menschen sein können. Gerade wenn sich die Nester in Wohnraumnähe befinden, etwa in Rolllädenkästen oder unter Dachziegeln, besteht Gefahr durch kontaminierte Raumluft.

So unterscheiden sich Wespen und Bienen voneinander

Wespen im Garten: Eingang zum Nest umleiten

Anstatt sie zu entfernen, empfiehlt es sich, Wespennester abzudecken oder die Eingänge umzuleiten. Ist das Wespennest lokalisiert, kann beispielsweise ein Bettlaken oder ein Brett in einigen Zentimetern Entfernung zum Nest aufgestellt werden. So werden die Wespen von Balkonen und Terrassen durch natürliche Barrieren ferngehalten.

Haben sich die Wespen in einem Erdloch eingenistet, können Rohre den Eingang in eine andere Richtung, weg von den Aufenthaltsorten von Menschen, umleiten. Die gezielt “verlegten” Rohre sorgen dafür, dass die Wespen nicht mehr kreuz und quer in verschiedene Richtungen fliegen.

Wespen loswerden: Essen abdecken und Ruhe bewahren

Um Wespen, Bienen, Hornissen und anderen Insekten den Zugang zu Speisen und Getränken zu erschweren, sollten diese abgedeckt werden. Gerade von Süßem und Deftigem werden die Insekten angelockt.

Reste sollten direkt entsorgt und übrig gebliebenes Essen mit einem Tuch oder einer Serviette abgedeckt werden. Besondere Vorsicht gilt für Essensreste am Mund. Diese sollten, vor allem bei Kindern, sofort entfernt werden, da Wespen schon von kleinsten Rückständen angelockt werden.

Generell gilt, dass hektische Bewegungen oder das Wegpusten der Wespen diese nur noch mehr anstacheln. Durch die aktive Vertreibung fühlen sich die Tiere bedroht und wechseln in den Angriffsmodus über.

Welchen Nutzen haben Wespen?

Wer denkt, dass Wespen überflüssige Tiere sind, irrt. Vielmehr sind die Tiere so etwas wie eine natürliche Schädlingsbekämpfung. Denn die Insekten ernähren sich unter anderem von Fliegen, Blattläusen und Raupen, gegen die der Mensch häufig mit Chemikalien vorgeht. Wespen und andere vermeintlich “unnötige” Insekten sind ein wichtiger Bestandteil des Ökosystems und leisten im Übrigen auch der Landwirtschaft einen ehrenhaften Dienst. So halten sie Apfelbauern etwa Ernteschädlinge wie den Apfelspinner vom Leib, der sich ohne die schwarz-gelben Flieger zu stark vermehren würde.

RND/nw/pf

Der Artikel "Wespennester: Was gilt bei der Entfernung und Umsiedlung?" stammt von unserem Partner, dem RedaktionsNetzwerk Deutschland.