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Marburg 110 Infizierte im Landkreis
Marburg 110 Infizierte im Landkreis
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17:02 27.03.2020
Danke für die Vernunft: Landrätin Kirsten Fründt und die Mitarbeitenden des Gesundheitsamtes Marburg-Biedenkopf danken mit großen Bannern am Gebäude des Gesundheitsamtes den Bürgerinnen und Bürgern für ihr Verständnis und ihre Unterstützung bei der Verlangsamung der Ausbreitung des Coronavirus.   Quelle: Landkreis Marburg-Biedenkopf
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Marburg

Die Zahl der Personen in stationärer Behandlung bleibt unverändert bei fünf. 30 Personen gelten inzwischen wieder als gesund. Fast rund um die Uhr stehen die Mitarbeitenden des Gesundheitsamtes des Landkreises Marburg-Biedenkopf für die Anliegen der Bürgerinnen und Bürger zur Verfügung. Sie erfüllen dabei wichtige Aufgaben, um die Ausbreitung des Coronavirus weiter zu verzögern, beispielsweise bei der Betreuung von Personen in Quarantäne oder häuslicher Isolierung, bei der Ermittlung von Kontaktpersonen und Infektionsketten und somit für den Schutz der Bevölkerung.

Während einer kurzen Arbeitspause haben Landrätin Kirsten Fründt und die Mitarbeitenden des Gesundheitsamtes am Freitagvormittag die Chance genutzt, um den Bürgerinnen und Bürgern des Kreises für ihre Unterstützung und ihr Verständnis für die Vorsichtsmaßnahmen zu danken: „Danke, dass ihr daheim bleibt! Wir bleiben für euch da!“, lautet die Botschaft, die nun auf zwei Bannern an dem Gebäude des Gesundheitsamtes in der Marburger Schwanallee zu sehen ist. Denn die Verringerung sozialer Kontakte ist neben der Einhaltung der Hygieneregeln ein wichtiges Instrument zur Eindämmung. „Jeder und jede Einzelne leistet hier durch das persönliche Verhalten einen wichtigen Beitrag“, unterstrich die Landrätin.

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„Ich möchte den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern unseres Gesundheitsamtes unter der Leitung von Dr. Birgit Wollenberg für ihr großartiges Engagement in dieser herausfordernden Zeit danken. Sie alle sind sich der großen Verantwortung als zentrale Stelle zur Verzögerung der Corona-Ausbreitung bewusst und helfen den Menschen auch weiter bürgernah bei Fragen und Anliegen“, betonte Landrätin Kirsten Fründt. Die Landrätin verwies dabei auch noch einmal auf die Hotline des Gesundheitsamtes unter 06421 405-4444 (täglich von 9 Uhr bis 16 Uhr) sowie auf die E-Mail-Adresse Corona@marburg-biedenkopf.de, die den Bürgerinnen und Bürgern für Fragen zum Corona-Virus zur Verfügung stehen.

 „Trotz der Begrenzung des Kundenverkehrs in allen Liegenschaften der Kreisverwaltung sind wir mit unserem Service-Angebot weiterhin auf digitalem Weg oder nach Terminabsprache auch persönlich für die Anliegen der Bürgerinnen und Bürger da“, machte die Landrätin deutlich.

Erziehungsberatungsstellen geben Tipps

Auch die Beratungsstellen des Vereins für Erziehungshilfe bietet weiterhin eine telefonische Beratung für Familien an. Die Erziehungsberatung ist an seinen drei Standorten im Landkreis weiter telefonisch von 8 Uhr bis 16 Uhr erreichbar: Marburg: 06421/8890-950, Stadtallendorf: 06428/9218-72, Biedenkopf: 06461/7931-20

Über die E-Mail-Adresse info@eb-marburg.de und die genannten Telefonnummern können auch telefonische Beratungsgespräche vereinbart werden. Auf der Homepage www.eb-marburg.de gibt es vor dem Hintergrund der Herausforderungen durch das Corona-Virus außerdem weitere Informationen und Tipps für Familien.

Darüber hinaus gibt der Verein folgende Tipps, um Herausforderungen bei der Kindererziehung  in Zeiten von Corona zu meistern:

Sicherheitsbedürfnis

Sprechen Sie ruhig mit ihren Kindern über die Ereignisse. Erklären sie altersgemäß, was passiert und lassen Sie Raum für Fragen. Weiß man etwas nicht, überlegen Sie gemeinsam, wer weiterhelfen kann. Geben Sie Ihren Kindern Halt und Zuversicht. Stress überträgt sich auf Kinder. Sorgen Sie also auch für sich selbst. Erklären Sie Ihren Kindern, welche Verantwortung wir alle haben, lassen Sie die Kinder einen Teil der gemeinsamen Aufgabe werden. Schaffen Sie ein gemeinschaftliches Gefühl von „wir packen‘s an, wir sind stark“.

Struktur

Schaffen Sie für sich und Ihre Familie eine Tagesstruktur. Je jünger die Kinder, desto klarer sollten sich die Tage im Ablauf wiederholen. Gönnen Sie sich klare Auszeiten und Pausen.

Schaffen sie klare Lernzeiten und -orte. Besprechen Sie mit Ihrem Kind, was es an Aufgaben zu tun hat und welchen Plan es sich selbst gemacht hat. Vergessen Sie nicht, auch Pausenzeiten einzuplanen. Nutzen Sie die Angebote der Schulen. Wenn Sie im Homeoffice arbeiten, sorgen Sie auch hier für eine klare Abgrenzung von Zeit und Ort.

Freizeit

Kommen Sie dem Bewegungsbedürfnissen Ihrer Kinder nach und nutzen Sie die Möglichkeiten, die momentan erlaubt sind. Planen Sie Projekte, beispielsweise basteln, werkeln, backen, kochen oder renovieren. Nehmen Sie sich gemeinsam Zeit, zum Beispiel für das Vorlesen, Spielen und Kuscheln. Geben Sie sich gemeinsam Rückzugsmöglichkeiten und fordern Sie diese auch für sich ein.

Soziale Kontakte

Nutzen Sie technische und kreative Möglichkeiten um mit Ihren Lieben im Kontakt zu bleiben.

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