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Marburg Wohnungsnot-Studie zwingt Marburg zu Bau-Boom
Marburg Wohnungsnot-Studie zwingt Marburg zu Bau-Boom
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13:33 02.10.2014
Hunderte Wohnungen fehlen derzeit, in den kommenden Jahren wird der Bedarf weiter steigen – in Marburg, so die Autoren einer Stuei, muss massiv mehr Wohnraum geschaffen werden.Foto-Montage: Sven Geske
Hunderte Wohnungen fehlen derzeit, in den kommenden Jahren wird der Bedarf weiter steigen – in Marburg, so die Autoren einer Studie, muss massiv mehr Wohnraum geschaffen werden. Quelle: Foto-Montage: Sven Geske
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Marburg

In den kommenden fünf Jahren müssten jeweils 260 Apartments gebaut werden. Das ist beinahe doppelt so viel Wohnraum, wie zwischen 2007 und 2012 jährlich gebaut worden sei. Aktuell fehlen laut Studie 350 Wohnungen – und die Situation werde sich durch Zuzug aus dem Umland weiter verschärfen.

Der Innenstadt-Boom in Marburg wird laut Institut für Wohnungswesen (Inwis) nicht abreißen. Daher soll der Magistrat künftig „kleinteilige Entwicklungspotenziale“ forcieren, gezielte Verdichtungen auf größeren Grundstücken anstreben, bestehende Häuser aufstocken – also in die Höhe bauen – und etwa bei Privateigentümern dafür werben, Dachgeschosse auszubauen.

Flächen für 1.500 Wohnungen

Nach Schätzungen der Stadtplanung können die verfügbaren Flächen bis zum Jahr 2023 den Bedarf für 1.500 zusätzliche Wohnungen im Stadtgebiet decken. In diese Summe fließt auch ein, dass Gewerbeflächen bis zu diesem Zeitpunkt umgenutzt werden könnten. 400 Baulücken gebe es zudem in den Außenstadtteilen.

In Marburg, so die Analyse, fehle es vor allem an günstigen Wohnungen, aber auch im mittleren Preissegment – vor allem für Familien – gebe es kaum Angebote. Das zwinge junge Paare mit Kindern verstärkt zum Umzug ins Umland oder zum Verbleib in ihren zwar günstigeren, aber oft zu kleinen Wohnungen.

Mehr Details und Reaktionen auf die Studie folgen in Kürze auf www.op-marburg.de

von Björn Wisker