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Marburg Wohnungsbau: Keine Sozialquote
Marburg Wohnungsbau: Keine Sozialquote
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08:02 20.08.2019
Am Standort der alten Hauptpost in der Nordstadt in Marburg sollen bis zu 100 Wohnungen entstehen. Quelle: Thorsten Richter
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Marburg

Laut Planungen des Investors könnten auf dem rund 5.000 Quadratmeter großen Areal in der Nordstadt fünf neue Wohnhäuser entstehen – jeweils vier Stockwerke hoch.
Die so entstehenden bis zu 100 Wohnungen mit Größen zwischen 40 und 80 Quadratmetern sollen demnach nicht in den Verkauf gehen, sondern lediglich vermietet werden.

Und das zu für Marburg durchaus günstigen Preisen: Maximal 9,90 Euro Kaltmiete je Quadratmeter sollen fällig werden – um „bezahlbaren Wohnraum oberhalb des geförderten Wohnungsbaus“ zur Verfügung zu stellen.

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Kita-Neubau geplant

Im Gegenzug wünscht sich der Investor, dass die Stadt auf die sogenannte „Sozialquote“ verzichtet. Laut der müssten bei Bauvorhaben dieser Größenordnung 20 Prozent der Wohnbaufläche für den geförderten Wohnungsbau zur Verfügung gestellt werden. Teil dieses Geschäfts ist wohl auch, dass der Investor der Stadt auf seinem Gelände Raum für einen Kita-Neubau zur Verfügung stellt.

Die Stadtspitze ist mit dem Geschäft offenbar einverstanden: Der Magistrat hat dem Bauvorhaben und den Planungen bereits im Februar zugestimmt. Zudem gibt es einen sogenannten „Letter of Intent“ – also eine Absichtserklärung –, in dem die Rahmenbedingungen für das Aussetzen der Sozialquote festgezurrt werden. Diese Bedingungen wurden von Oberbürgermeister Dr. Thomas Spies bereits unterzeichnet.

Mehr dazu lesen Sie hier.

von Björn Wisker und Andreas Schmidt

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