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Marburg Wissenschaftsrallye mit Marburger Forschern
Marburg Wissenschaftsrallye mit Marburger Forschern
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17:58 27.08.2021
Dr. Christof Wegscheid-Gerlach ist der Koordinator des Marburger „Loewe“-Projektes „GLUE“, das sich auch an der hessenweiten Wissenschaftsrallye beteiligt.
Dr. Christof Wegscheid-Gerlach ist der Koordinator des Marburger „Loewe“-Projektes „GLUE“, das sich auch an der hessenweiten Wissenschaftsrallye beteiligt. Quelle: Thorsten Richter
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Marburg

Seit Anfang des Monats läuft die „ProLoewe“-Wissenschaftsrallye mit einem großen Sommerrätsel für Wissenschaftsfans und solche, die es noch werden wollen. Auch fünf an der Marburger Universität angesiedelte Projekte, die vom Land Hessen im „Loewe“-Programm gefördert werden, machen mit.

1. Der „Loewe“-Schwerpunkt MOSLA (Molekulare Speicher zur Langzeit-Archivierung), in dem transdisziplinäre Ansätze zur Lösung der Langzeitspeicherung von Informationen erforscht werden. Ziel ist die Erhöhung der Speicher­dichte von DNA, zum Beispiel durch bessere Algorithmen zur Datenkodie­rung und Einsatz modifizierter Nukleotide.

2. Das „Loewe“-Projekt „Diffusible Signals“. Dabei stehen im Mittelpunkt die Extrazellulären Vesikel, die die Kommunikation zwischen den Zellen organisieren und eine große Rolle in der Interaktion zwischen den Bakterienzellen und den menschlichen Wirtszellen spielen. Damit sind sie auch entscheidend für die Immunabwehr der Menschen.

3. Das „Loewe“-Zentrum DRUID (Novel Drug Targets against Poverty-related and Neglected Tropical Infectious Diseases). In diesem Projekt werden potenzielle Zielmoleküle für die Entwicklung von Wirk- und Impfstoffen und Diagnostika gegen tropische Infektionskrankheiten identifiziert.

4.  Im Projekt „GLUE“ (G protein-coupled receptor Ligands for Underexplored Epitopes) aus dem Fachbereich Pharmazie werden neue Angriffspunkte potenzieller Wirkstoffe und deren Wirkqualitäten erforscht.

5. Bei dem Vorhaben „NATUR 4.0“ kombinieren die Wissenschaftler Beobachtungen von vernetzten Fernerkundungs- und Umweltsensoren. Die an ferngesteuerten Fluggeräten, fahrenden Robotern, Bäumen und Tieren angebrachten Sensoren werden im Marburger Universitätswald in Caldern eingesetzt. Mikrofonaufnahmen sollen beispielsweise die Grundlage für eine automatische Erkennung von Vogel- oder Fledermausarten liefern.

Die Aufgaben sind auf Schüler ab 10 Jahren zugeschnitten und sollen Lust auf Wissenschaft machen. So müssen die Teilnehmer unter anderem ein Extrazelluläres Vesikel basteln oder schätzen, wie groß ein molekularer Speicher ist, in den das ganze Internet hineinpasst.

Gestellt werden die Aufgaben jeweils in Rätselvideos, die auf Youtube veröffentlicht sind. Mitmachen können Kinder und Jugendliche ab zehn Jahren. Die ganze Familie ist eingeladen, mitzumachen. Die detaillierten Teilnahmeregeln und die Videos finden sich auf der Homepage www.proloewe.de

Bis zum 2. September müssen die einzelnen Lösungen an die in den jeweiligen Videos genannte Adresse geschickt werden. Ein Hauptpreis und die Preise von „GLUE“ werden vom Chemikum Marburg zur Verfügung gestellt.

Wer es schafft, alle Rätsel zu knacken, kommt in den Lostopf für drei Hauptpreise: eine Führung für die ganze Familie im Naturkundemuseum Senckenberg, ein Raspberry-PI-Programmier- und Experimentiercomputer und einmal ein Eintritt für die ganze Klasse in das Chemikum Marburg. Am 21. September werden die Lösungen als Kurzfilme auf www.proloewe.de veröffentlicht und die Gewinner informiert.

Von Manfred Hitzeroth

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