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Marburg Wildtiere kennen keine Zeitumstellung
Marburg Wildtiere kennen keine Zeitumstellung
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15:58 31.03.2021
Warnung vor Wildwechsel an einer Bundesstraße (Themenfoto).
Warnung vor Wildwechsel an einer Bundesstraße (Themenfoto). Quelle: Gundolf Renze
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Marburg

Am Wochenende wurden wieder mal die Uhren auf die Sommerzeit umgestellt und damit sind auch viele Autofahrer nun eine Stunde früher als bisher auf den Straßen im Kreis unterwegs. Die Polizei Mittelhessen warnt davor, dass die Gefahr von Wildunfällen gerade in der Phase der Zeitumstellung rapide zunimmt.

Am höchsten sei die Gefahr eines Zusammenstoßes mit einem Wildtier in den frühen Morgenstunden zwischen 6 und 8 Uhr. Denn: Im Frühjahr sorgt zum einen das frische Wiesengrün für vermehrte Wildwechsel, zum anderen kommt es vermehrt zu Revierkämpfen zwischen gerade geschlechtsreif gewordenen Rehböcken. Dabei laufen die jungen Tiere häufig unvermittelt und fluchtartig über die Fahrbahn.

Die häufigsten Wildunfälle

Neben den am häufigsten von Wildunfällen betroffenen Rehen, fallen aber auch Marder, Ratten, Igel, Eichhörnchen, Hasen, Kaninchen, Füchse und Wildschweine dem Verkehr zum Opfer. Es gelte gerade jetzt höchste Vorsicht. Statistisch betrachtet kommt es im Kreis Marburg-Biedenkopf etwa alle sechs Stunden zu einem Verkehrsunfall, viele davon mit Wildtieren: Im Jahr 2018 waren von insgesamt 4838 Verkehrsunfällen 1390 Wildunfälle – ein Anteil von 28,7 Prozent.

Tipps der Polizei zur Vermeidung von Wildunfällen:

In waldreichen Gegenden immer mit angepasster Geschwindigkeit fahren (wer Tempo 80 statt 100 fährt, verkürzt den Bremsweg bereits um 25 m).

Wenn ein Tier auf der Fahrbahn auftaucht, zügig und kontrolliert bremsen, ohne auf die Gegenspur zu kommen oder den „Hintermann“ zu gefährden.

Hupen kann helfen, das Tier zu verscheuchen.

Immer damit rechnen, dass noch weitere Tiere folgen.

Wenn es doch zum Unfall kam:

  • Warnblinkanlage anschalten und Unfallstelle absichern.
  • Ist das Tier weggelaufen, die Unfallstelle markieren.
  • Polizei informieren. Diese kümmert sich um die Verständigung des Revierpächters oder Försters und gibt weitere Verhaltenshinweise.

Von Ina Tannert

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