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Marburg „Wichtige Investition für die Stadt“
Marburg „Wichtige Investition für die Stadt“
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20:22 21.03.2010
Das Gelände für den Neubau der Chemie der Marburger Philipps-Universität auf den Lahnbergen wurde bereits geräumt. Im Hintergrund ist die alte Chemie zu sehen. Der Bebauungsplan soll in Kürze öffentlich ausgelegt werden.
Das Gelände für den Neubau der Chemie der Marburger Philipps-Universität auf den Lahnbergen wurde bereits geräumt. Im Hintergrund ist die alte Chemie zu sehen. Der Bebauungsplan soll in Kürze öffentlich ausgelegt werden. Quelle: Rainer Waldinger
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Marburg. Rund 120 Millionen Euro soll der Neubau der Chemie kosten. Er ist keine Zukunftsmusik mehr, er ist greifbar nah. Das Gelände für den etwa 160 Meter langen Neubau wurde bereits geräumt. Der Bauausschuss stimmte am Donnerstagabend der Offenlegung des Bebauungsplans einstimmig zu. Am Freitag geht der Offenlegungsbeschluss ins Stadtparlament. „Der Neubau nimmt konkrete Züge an. Für die Stadtentwicklung ist dies ein nicht zu überschätzendes Projekt“, sagte Bürgermeister und Baudezernent Dr. Franz Kahle (Die Grünen). Es sei eine „ganz, ganz wichtige Investition“ für Universität und Stadt. Finanziert wird der Neubau mit Mitteln aus dem Heureka-Programm des Landes, das für die Universität 440 Millionen Euro bereitgestellt hat.

Noch sei unklar, was mit dem alten Bau geschehe, wenn der Neubau vermutlich 2013 bezogen wird. Sicher scheint heute nur, dass er abgerissen wird, um einem Neubau für den Fachbereich Medizin zu weichen. Unklar ist nur wann. Es gebe Überlegungen der Universität, die alte Chemie zumindest übergangsweise weiter zu nutzen, um die Spitzen durch die Abi-Doppeljahrgänge abzufangen, die durch die Verkürzung des Abiturs (G 8) auf die Universitäten zurollen. Die Chemie wird der erste Neubau im neuen Campus Lahnberge. Der vor einem Jahr vorgestellte Masterplan sieht eine Erschließung des neuen Campus von Nord nach Süd vor. Insgesamt sollen rund 51.000 Quadratmeter abgerissen, 10.000 Quadratmeter saniert und 71.000 Quadratmeter neu errichtet werden. Für diese Pläne allerdings reichen die Heureka-Mittel bei weitem nicht aus.

von Uwe Badouin

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