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Marburg Wettbewerb für Wohnungen
Marburg Wettbewerb für Wohnungen
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16:59 12.07.2020
Die Sparkassen-Vorstandsmitglieder Harald Schick (von links), Jochen Schönleber und Andreas Bartsch, Oberbürgermeister Dr. Thomas Spies und Stadtplaner Reinhold Kulle stellen die Planungen vor. Quelle: Till Conrad
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Marburg

Mit einem „städtebaulichen Wettbewerb“ will die Stadt Marburg zusammen mit der Sparkasse Marburg-Biedenkopf eine Zukunftsperspektive für das Areal Frauenbergstraße/Cappeler Straße entwickeln. Nach den Sommerferien will die Stadt einen Wettbewerb ausschreiben.

Ein Kernziel ist die Verbindung zwischen dem unteren Richtsberg und der neuen Bebauung auf dem Vitos-Gelände mit dem Temmlergebiet und dem Areal an der Frauenbergstraße. Das Areal ist bisher reines Gewerbegebiet, soll aber in ein Mischgebiet umgewandelt werden.

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Kern des künftigen Gebiets, in dem bezahlbares Wohnen, Dienstleistungen und Arbeit vereint werden sollen, ist das derzeitige Betriebsgelände von 3U. Es wurde vor knapp einem Jahr von der Sparkasse Marburg-Biedenkopf erworben, die hier ihr neues Verwaltungsgebäude errichten will.

„Wir wollen auch im Marburger Süden bezahlbaren Wohnraum, Wirtschaft und Mobilität zusammen denken und freuen uns auf spannende und nachhaltige Vorschläge aus dem städtebaulichen Wettbewerb“, sagt Oberbürgermeister Dr. Thomas Spies (SPD), bei der Vorstellung der künftigen Entwicklung am Standort.

Ehemaliges Areal der 3U Holding gut geeignet

„Das ehemalige Areal der 3U Holding ist von seiner Lage und Größe her sehr gut geeignet und bietet gute Entwicklungsmöglichkeiten für unsere Sparkasse. Gleichzeitig ist dies ein Beitrag zur Stadtentwicklung, denn angedacht ist nicht allein ein Verwaltungsgebäude, sondern die Verbindung von ,Arbeiten‘ und ,Wohnen‘“, erklärt Andreas Bartsch, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Marburg-Biedenkopf. Es handelt sich um den größten Invest in der Geschichte der Sparkasse, ergänzte Bartsch.

Sparkassen-Vorstand Harald Schick ergänzte: „Unsere bisherige Zentrale in der Universitätsstraße ist den bestehenden und künftigen Herausforderungen nicht mehr gewachsen.“ Am bisherigen Standort werde aber das Beratungs-Center bleiben.

250 bis 300 Wohnungen geplant

Für die Stadt Marburg erläuterte Reinhold Kulle, Fachdienstleiter Stadtplanung und Denkmalschutz, anhand von Plänen, wie das Gebiet in den kommenden Jahren entwickelt werden könnte. Laut Spies denkt die Stadt daran, in dem Areal zwischen Cappeler Straße und Temmlerstraße, zwischen Franz-Tuczek-Weg und Südspange, rund 250 bis 300 Wohnungen, überwiegend in Geschossbauweise, zu errichten.

Sparkasse und die Stadt Marburg haben sich darauf verständigt, ihre Planungen für das Gebiet zwischen Frauenbergstraße und Cappeler Straße abzustimmen und den Standort gemeinsam weiterzuentwickeln – als Grundstückeigentümer und Akteure. Dazu führen beide nun gemeinsam einen städtebaulichen Wettbewerb durch. Gesucht wird das beste Konzept zur Quartierentwicklung. Das Ergebnis dieses Wettbewerbs wird die Grundlage für den neuen Bebauungsplan, der für das Gelände aufgestellt wird.

3U zieht zwischen 2021 und 2024 aus

Stadt und Sparkasse rechnen damit, dass das Preisgericht im November über Entwürfe entscheiden kann. Dann schließe sich ein Realisierungswettbewerb an – die Idee ist, dass der finale Entwurfsplan dann im Juni 2021 vorgestellt werden kann. Entscheidender Baustein in den Überlegungen von Stadt und Sparkasse: die Nähe des Areals zum Südbahnhof und damit zur Innenstadt.

3U hatte das Gelände im vergangenen Sommer an die Sparkasse verkauft und sich dabei das Recht vorbehalten, den Zeitpunkt des Auszugs im Zeitfenster zwischen Dezember 2021 und Dezember 2024 selbst zu bestimmen.

Von Till Conrad

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