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Marburg Experten geben Hörtipps
Marburg Experten geben Hörtipps
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08:00 03.03.2021
Patient Marvin Donges (vorne) und Hörgeräteakustikmeisterin Gabriele Suffert. Foto: Tobias Hirsch
Patient Marvin Donges (vorne) und Hörgeräteakustikmeisterin Gabriele Suffert.  Quelle: Tobias Hirsch
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Marburg

Wie kann man selber dafür sorgen, dass man möglichst gut hört und sein Hörvermögen behält?

„Man sollte möglichst nicht Lautes hören wie beispielsweise Silvesterknaller“, erklärt die Marburger Hörgeräteakustikerin Gabriele Suffert. Besonders aufpassen sollte man auch bei der Lautstärke von Musik, die über Kopfhörer an die Ohren gelangt. Besonders die halboffenen Stecker, die bei vielen Jugendlichen modern geworden seien, könnten dabei Risiken darstellen, erläutert Suffert. Auch gegen die überlauten Klänge bei Rockkonzerten gebe es mittlerweile die Möglichkeiten, individuellen Hörschutz anzufertigen, mit dem im Gegensatz zu einfachen Ohrstöpseln das Hören nicht einfach nur gedämpft wird.

Einen Risikofaktor könne neben dem Freizeitlärm auch der berufliche Lärm darstellen, erklärt Professor Boris Stuck, Leiter der HNO-Klinik des Marburger Uni-Klinikums. Es gebe zur Begrenzung dieses Lärms zwar mittlerweile durchaus professionelle Schutzausrüstung. „Aber viele Patienten nutzen die nicht“, erklärt der Mediziner. Immer mehr Patienten erleiden Hörstürze. Für Stress als generelle Ursache für einen Hörsturz gebe es aber keine objektiv messbaren Anhaltspunkte, macht Stuck klar. Schlechtes Hören könne auch auf einer genetischen Veranlagung basieren, also wenn es beispielsweise in der Familie Menschen mit Schwerhörigkeit gab oder gibt.

Aus Anlass des heutigen Welttages des Hörens stellen wir das Cochlea-Implant-Centrum des Uni-Klinikums vor und berichten von Marvin Donges, der nach einem Unfall sein Gehör verloren hatte.