Menü
Oberhessische Presse | Ihre Zeitung aus Oberhessen
Anmelden
Marburg Weltneuheit in Marburg: Radfahrer steuern Ampeln
Marburg Weltneuheit in Marburg: Radfahrer steuern Ampeln
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
16:24 10.06.2018
Weltneuheit in und für Marburg: Mit einer Smartphone-App sollen Radfahrer in Kürze die Ampelschaltung in der Universitätsstadt beeinflussen können. Archivfoto
Weltneuheit in und für Marburg: Mit einer Smartphone-App sollen Radfahrer in Kürze die Ampelschaltung in der Universitätsstadt beeinflussen können. Quelle: Archivfoto
Anzeige
Marburg

Der Magistrat will Radfahrer den Verkehrsfluss in der Universitätsstadt bestimmen lassen. Funktionieren soll das über ein Smartphone-Programm, das für Marburg – die Pilotstadt für die „Grüne-Welle-App“ namens Sibike – entwickelt wurde und Ende dieser Woche vorgestellt wird. Nach Einschätzung der Stadtverwaltung werde diese Smartphone-Steuerung den Radverkehr „erheblich beschleunigen und zudem sicherer machen“.

Sie wollen solch wichtige Nachrichten direkt auf ihr Smartphone? Kein Problem. Hier geht es zur OP-Nachrichtengruppe.

„Jede Sekunde, die man einem Radfahrer gibt, muss man einem anderen Verkehrsteilnehmer wegnehmen“, erläutert Stefan Eckert, Leiter der Siemens-Division Mobility in Süddeutschland. Wie sehr die Radfahrer bevorzugt werden sollen, darüber ­bestimmten die Verkehrsplaner der jeweiligen Kommune über die Programmierung der Verkehrsrechner, die mit den – bereits vor der Testphase modernisierten – Ampelanlagen kommunizieren. Beispielsweise ist es laut Siemens möglich, die Ampel erst bei einer Gruppe von mehreren Radfahrern auf Grün springen zu lassen.

von Björn Wisker

So soll die App funktionieren

Ähnlich wie bei der ­Bevorzugung von öffentlichem Personennahverkehr sollen Grünphasen vorgezogen oder verlängert werden. Mittels GPS ermittelt die App Ort, Richtung und Geschwindigkeit des Radfahrers. Passiert er einen Auslösepunkt, sendet das Handy ein Signal an einen Verkehrsrechner, der je nach Programmierung „grünes Licht“ gibt.

Der Radfahrer wird durch eine Vibration seines Smartphones und ein wenige Sekunden später neben der Ampel aufleuchtendes weißes Fahrrad-Symbol über das Absetzen des Signals informiert. Die Zahl der roten Ampeln soll sich dadurch nach Angaben der Stadtverwaltung um bis zu 30 Prozent reduzieren.

(weitere Infos folgen in der Printausgabe am Montag)