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Marburg Staus bis zur Stadthalle sind möglich
Marburg Staus bis zur Stadthalle sind möglich
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18:57 10.11.2019
Die Deutschhausstraße wird ab Montag (11. November) entlang des Firmaneiplatzes halbseitig gesperrt. Quelle: Tobias Hirsch
Marburg

Christian Großmann vom Werbekreis Marburg-Nord beliebte zu Beginn der Veranstaltung zu scherzen. „Wir sind ja fast in der Überzahl“, sagte er lächelnd, als er auf die geringe Anzahl an Besuchern im Vergleich zu den Referenten Bezug nahm. Das änderte aber nichts daran, dass die zehn Zuhörer 75 Minuten später die Informationsveranstaltung zur Sperrung der Deutschhausstraße gut informiert wieder verließen.

Eine davon war Waltraud Mechner-Spangenberg, ihres Zeichens Architektin und daher mit Fachwissen ausgestattet. „Ich habe tolle Informationen bekommen. Man merkt, dass die Verantwortlichen einen Plan haben. Ich wusste beispielsweise gar nicht, dass der Kanal eine ovale Form hat und nur quasi der ‚Deckel‘ abgenommen werden muss. Da habe ich Schlimmeres befürchtet“, äußerte sie sich über die am 11. November beginnenden und voraussichtlich am 22. November endenden Bauarbeiten, bei denen der im Kanal unter der Deutschhausstraße angesammelte Bauschutt abgetragen werden soll (die OP berichtete). „Schade, dass nur so wenige Menschen da waren“, fügte die Architektin an.

Ein anderer Zuhörer, der für die Industrie- und Handelskammer Kassel-Marburg tätig ist, interessierte sich vor allem für die durch die Bauarbeiten veränderte Verkehrslage. „Ich wollte wissen, wie trotz der Bauarbeiten Staus möglichst im Rahmen bleiben“, erklärte Manuel Siemes. Er war zufrieden mit der Planung. Fürs Geschäft von Unternehmen sind Bauarbeiten und Staus wenig förderlich. „Die Devise muss lauten ‚Für Marburg‘. Die Stadt soll als Handels- und Einkaufsstandort so wenig wie möglich beeinträchtigt werden“, sagte Bürgermeister Wieland Stötzel (CDU).

„Wir gehen von Staus aus, die sich durchaus bis zum Erwin-Piscator-Haus ziehen können“, sagte Michael Hagenbring vom Fachdienst Straßenverkehr. Das ließe sich aufgrund der Sperrung der Deutschhausstraße in Richtung der Ketzerbach aber nicht vermeiden – stadteinwärts bleibt eine Spur erhalten.

Transparent legten die Vertreter der an den Bauarbeiten und den daraus resultierenden Folgen beteiligten Institutionen – vor allem die Stadtwerke Marburg – die Vorgehensweise bei den Maßnahmen dar. „Die Maßnahmen können nicht warten. Gerade in Zeiten des Weihnachtsmarktes können wir es nicht brauchen, dass die Abwässer aus dem Kanal um die Elisabethkirche herum schwimmen“, ließ Stötzel verlauten.

Er und Jan-Bernd Röllmann (Stadtmarketing) sprachen sich außerdem für eine erhöhte Präsenz von Ordnungspolizei in Baustellennähe aus, um während der Straßensperrung für Ordnung zu sorgen.

von Benjamin Kaiser