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Marburg Präsenztermine fallen aus
Marburg Präsenztermine fallen aus
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14:00 06.01.2022
So sah der letzte Neujahrsempfang der Stadt Marburg aus – am 18. Januar 2020.
So sah der letzte Neujahrsempfang der Stadt Marburg aus – am 18. Januar 2020. Quelle: Thorsten Richter
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Marburg

Zu Beginn des Jahres empfängt Oberbürgermeister Dr. Thomas Spies eine breite Mischung von Marburgern aus allen Bereichen der Stadtgesellschaft. Bis zu 1000 geladene Gäste finden sich dann in der festlich geschmückten Marburger Stadthalle zusammen. Soweit die Theorie, doch die Praxis sieht in der Pandemiezeit wieder einmal anders aus: Bereits zum zweiten Mal nacheinander kann der traditionelle städtische Neujahrsempfang nicht wie gewohnt stattfinden. Stattdessen gibt es auch in diesem Jahr eine virtuelle Variante.

Eigentlich war der Marburger Neujahrsempfang für Samstag, 15. Januar, ab 17 Uhr geplant. Noch im Sommer waren die Planungen der Stadt darauf ausgerichtet, dass es eine „hybride“ Veranstaltung sein sollte – mit einem Präsenzteil unter „2G“-Bedingungen sowie einer zusätzlichen digitalen Übertragung.

Doch bereits Anfang November war klar, dass sich das auch im Jubiläumsjahr „Marburg 800“ nicht wird realisieren lassen, berichtet Patricia Grähling von der Pressestelle der Stadt Marburg auf OP-Anfrage. Wegen der weiterhin äußerst unsicheren Corona-Lage bleibt der große Saal der Stadthalle also nun am übernächsten Samstag ab 17 Uhr verschlossen, und es findet kein Empfang statt.

Der Neujahrsempfang der Stadt findet in diesem Jahr auch wieder virtuell statt. Quelle: Stadt MarburgStadt Marburg

Stattdessen wird um diese Zeit ein rund einstündiges Video im Netz freigeschaltet, dessen Hauptbestandteil die Rede des Oberbürgermeisters ist. Zudem gibt es dann auch die Chance, mit dem OB zu chatten.

„Wir wollen es uns nicht nehmen lassen, die Marburger und unsere Nachbarn im neuen Jahr zu begrüßen und einen kleinen Ausblick auf die Chancen, Herausforderungen und Freuden von 2022 gemeinsam zu werfen“, so Oberbürgermeister Dr. Thomas Spies.

Wie schon im vergangenen Jahr lädt die Universitätsstadt Marburg daher wieder zu einer digitalen Variante des Neujahrsempfangs ein – alle Interessierten können sich am Samstag, 15. Januar, um 17 Uhr, unter www.marburg.de/neujahrsempfang2022 einschalten und die aufgezeichnete Rede zum neuen Jahr von OB Spies verfolgen. Parallel dazu können sie wieder mit dem Oberbürgermeister online schreiben, diskutieren, Fragen stellen.

Das Besondere in diesem Jahr: Es wird gezeigt, wie Spies mit dem E-Bus „Elisa“ durch die Stadt fährt und an einzelnen Haltepunkten Teile seiner Rede hält. Zudem gibt es auch ein kleines kulturelles Rahmenprogramm.

Auch Staatsarchiv verzichtet auf Empfang

Keine Schnittchen, kein Sekt und auch keine Reden: So sieht es in Sachen Neujahrsempfang des Marburger Staatsarchivs aus. Der kleine, aber feine Empfang war in der Vor-Corona-Zeit immer Anfang Januar ein wichtiges Datum für alle an Archivgut und Geschichte interessierten Marburger. Wie schon im vergangenen Jahr wird auch in diesem Jahr völlig auf den Empfang in dem Archivgebäude verzichtet. Das erläutert Dr. Katrin Marx-Jaskulski, die stellvertretende Leiterin des Staatsarchivs Marburg, der OP auf Anfrage.

Besonders bedauerlich ist dies sicher auch für den neuen Archivleiter Dr. Johannes Kistenich-Zerfaß, der diese Position seit Oktober 2020 innehat. Jetzt muss er noch mindestens bis Anfang 2023 auf seinen ersten Marburger Neujahrsempfang warten.

Seit vielen Jahren gibt es auch im Marburger Uni-Klinikum einen Neujahrsempfang, den das Uni-Klinikum Marburg und der Fachbereich Medizin gemeinsam ausrichten. Doch damit wird es pandemiebedingt auch dieses Jahr wie schon 2021 wieder nichts, erläuterte Klinikums-Sprecher Frank Steibli auf OP-Anfrage.

Von Manfred Hitzeroth

06.01.2022
06.01.2022