Menü
Oberhessische Presse | Ihre Zeitung aus Oberhessen
Anmelden
Marburg Viessmann hilft Indien
Marburg Viessmann hilft Indien
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
06:58 17.05.2021
Ein Mann liegt auf einer Trage und wird künstlich mit Sauerstoff beatmet und zur Aufnahme des Rajiv Gandhi General Krankenhauses gebracht.
Ein Mann liegt auf einer Trage und wird künstlich mit Sauerstoff beatmet und zur Aufnahme des Rajiv Gandhi General Krankenhauses gebracht. Quelle: Foto: dpa/STR
Anzeige
Allendorf/Eder

Max Viessmann, Viessmann Co-CEO der Viessmann Group sagte in einer Pressemitteilung: „Die globale Corona-Pandemie ist so lange nicht zu Ende, bis sie überall auf der Welt zu Ende ist. Die Bekämpfung erfordert weltweiten Zusammenhalt. Deshalb denken wir auch über unsere Grenzen hinaus und leisten unkomplizierte Hilfe für Menschen in Regionen, in denen die Pandemie am schlimmsten ist. Denn die Art und Weise, wie wir heute mit der Coronakrise umgehen, wird darüber entscheiden, wie wir uns in Zukunft an diese Zeit zurückerinnern – hoffentlich mit Stolz und dem Bewusstsein, eine neue Dimension der Solidarität erreicht zu haben.”

Dr. Markus Klausner, CTO der Viessmann Climate Solutions: „Die Entwicklung der Beatmungsgeräte erfolgte bereits letztes Jahr in der ersten Welle der Pandemie in enger Abstimmung mit Intensivmedizinern des Luisenhospitals Aachen, dem Akademischen Lehrkrankenhaus der Medizinischen Fakultät, dem E.ON Energy Research Center der RWTH Aachen sowie dem Kreiskrankenhaus in Frankenberg. Der Prüfbericht eines deutschen akkreditierten Prüfinstituts unterstreicht die volle Funktionsfähigkeit unserer Lösung. Glücklicherweise war es damals nicht nötig, von den Geräten Gebrauch zu machen. Dass wir jetzt aber unsere mobilen Beatmungsgeräte in Indien bereitstellen, versteht sich von selbst.“

Was die überaus kompakten Viessmann-Beatmungsgeräte für den Einsatz im von der Pandemie stark betroffenen Indien prädestiniert: Sie sind mobil einsetzbar und nicht auf die technische Infrastruktur eines Krankenhauses angewiesen, weil sie wahlweise über die Sauerstoffversorgung der Klinik betrieben werden können, aber auch als alleinstehende Lösung („Stand Alone“) mit angeschlossener Sauerstoffflasche.

Die ersten Notfall-Beatmungsgeräte sind bereits als Spende nach Indien unterwegs; vorbehaltlich einer regionalen Sonderzulassung werden sie dort weiter in die Krisenregionen verteilt. Viele weitere könnten folgen, denn bei Viessmann in Allendorf stehen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter einer der Produktionslinien für Gas-Wandgeräte bereit, um weitere Geräte produzieren zu können – bei Bedarf bis zu 600 Stück täglich. Um die Hilfe bestmöglich und gezielt einsetzen zu können, arbeitet Viessmann nicht nur mit den Behörden vor Ort, sondern auch mit erfahrenen indischen Firmen und Unternehmern zusammen. Dazu zählt das Unternehmen h2e POWER, das sich sehr erfolgreich auf das Entwickeln nachhaltiger Energielösungen spezialisiert hat und weltweit tätig ist, sowie EKKI, in Indien einer der führenden Anbieter von Pumpen- und Wassertechnologie.

Mitarbeiter initiierten Projekt

War es ohnehin schon unerwartet, dass das auf innovative Klimalösungen spezialisierte Unternehmen nun auch lebensrettende Beatmungsgeräte fertigt, so überrascht Viessmann noch mehr mit dem Hinweis auf die kurze Entwicklungszeit von nur zwei Wochen sowie mit dem Fakt, dass das gesamte Projekt aufgrund einer Mitarbeiteridee initiiert und erfolgreich umgesetzt wurde.

„Das war eine sehr intensive, herausfordernde, aber auch spannende Erfahrung, in so kurzer Zeit den ersten Prototypen zu entwickeln. Glücklicherweise wurden die Geräte in Deutschland damals nicht benötigt. Aber wenn sie jetzt helfen, Menschen zu retten, dann ist das eine wunderbare Bestätigung unserer einzigartigen Teamarbeit und Co-Creation”, resümierte Projektleiterin Dr. Marina Pausch.

Von unseren Redakteuren

16.05.2021
16.05.2021
Marburg Corona-Fallzahlen - RKI-Inzidenz sinkt auf 72,8
16.05.2021