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Marburg Vier neue Todesfälle
Marburg Vier neue Todesfälle
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15:54 01.01.2021
(Themenbild) Quelle: Christian Beutler
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Marburg

Die Zahl der nachgewiesenen Corona-Infektionen ist übers Wochenende weiter angestiegen – und zwar seit Freitag um 73. Seit Beginn der Pandemie wurden im Landkreis somit inzwischen 4.240 Corona-Fälle bekannt. 

35 schwere Fälle

Gesundheitsamt und niedergelassene Ärzte betreuen momentan 660 Corona-Patienten. 35 werden im Krankenhaus behandelt, davon 7 auf einer Intensivstation. Wie sich die 660 aktiven Fälle auf die Städte und Gemeinden im Kreis verteilen, dazu hat das Gesundheitsamt am Sonntag keine Angaben gemacht. 

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Viele Corona-Tote

Die Zahl der Todesfälle klettert weiter nach oben. Seit Beginn der Pandemie sind hier 65 Menschen an oder mit Corona gestorben. Insbesondere seit November verzeichnet der Landkreis einen starken Anstieg. Pro Tag  kommen derzeit ein bis zwei neue Todesfälle hinzu. 



Harter Lockdown ab Mittwoch

Die 7-Tage-Inzidenz im Landkreis stagniert seit einigen Tagen auf hohem Niveau. Aktuell liegt sie bei 167,9, und damit nur knapp unter dem Wert 169, den das Robert-Koch-Institut am Sonntag für ganz Deutschland ausgibt. Zur Erinnerung: Bundeskanzlerin Angela Merkel hatte als Ziel des laufenden Teil-Lockdowns eine Senkung der Inzidenz auf 50 ausgegeben. Davon ist der Kreis weit entfernt.

Mit anderen Worten: Trotz Teil-Lockdowns sinken die Infektionszahlen nicht wie erhofft. Und das betrifft nicht nur unseren Landkreis, sondern ganz Deutschland. Deshalb ziehen Bund und Länder jetzt die Notbremse. Aus dem Teil-Lockdown wird ab Mittwoch (16. Dezember) ein harter Lockdown. Die neuen Regeln betreffen unter anderem Schulen und Einzelhandel. Mehr dazu lesen Sie hier ...

von Friederike Heitz

Das gilt ab Mittwoch in Deutschland:

EINZELHANDEL

Der Einzelhandel wird vom 16. Dezember bis zum 10. Januar geschlossen. Ausnahmen gelten für: Geschäfte für Lebensmittel, Wochenmärkte für Lebensmittel, Direktvermarkter von Lebensmitteln, Abhol- und Lieferdienste, Getränkemärkte, Reformhäuser, Babyfachmärkte, Apotheken, Sanitätshäuser, Drogerien, Optiker, Hörgeräteakustiker, Tankstellen, Kfz- und Fahrradwerkstätten, Banken und Sparkassen, Poststellen, Reinigungen, Waschsalons, den Zeitungsverkauf, Tierbedarfsmärkte, Futtermittelmärkte, den Weihnachtsbaumverkauf und den Großhandel.

DIENSTLEISTUNGEN

Dienstleistungsbetriebe im Bereich der Körperpflege wie Friseursalons, Kosmetikstudios, Massagepraxen, Tattoo-Studios und ähnliche Betriebe werden ebenfalls geschlossen. Medizinisch notwendige Behandlungen, zum Beispiel Physio-, Ergo- und Logotherapien sowie Podologie/Fußpflege, bleiben möglich.

FINANZHILFEN

Der Bund erweitert die Corona-Finanzhilfen für Unternehmen. Bei der Überbrückungshilfe III, die ab Januar gilt, soll der Höchstbetrag von 200 000 auf 500 000 Euro erhöht werden. Der maximale Zuschuss ist demnach geplant für direkt und indirekt von Schließungen betroffene Unternehmen. Erstattet werden betriebliche Fixkosten. Für die von der Schließung betroffenen Unternehmen soll es Abschlagszahlungen ähnlich wie bei den November- und Dezemberhilfen geben. Auch Entlastungen für den Einzelhandel sind vorgesehen.

KONTAKTBESCHRÄNKUNGEN

Weiterhin dürfen sich nur maximal fünf Verwandte, Freunde oder Bekannte aus höchstens zwei Hausständen privat treffen. Kinder bis 14 Jahre sind ausgeschlossen.

WEIHNACHTEN

Die Länder werden - abhängig vom jeweiligen Infektionsgeschehen - von dieser Beschränkung für die Zeit vom 24. bis 26. Dezember Ausnahmen zulassen und Feiern im «engsten Familienkreis» ermöglichen, auch wenn dies mehr als zwei Hausstände oder fünf Personen über 14 Jahren bedeutet. Der engste Familienkreis wird definiert als Ehegatten, Lebenspartner und Partner einer nichtehelichen Lebensgemeinschaft sowie Verwandte in gerader Linie, Geschwister, Geschwisterkinder und deren jeweilige Haushaltsangehörige.

SILVESTER

Am Silvester- und am Neujahrstag gilt bundesweit ein An- und Versammlungsverbot. Der Verkauf von Pyrotechnik wird generell verboten, vom Zünden von Silvesterfeuerwerk wird generell dringend abgeraten. Zudem gilt ein Feuerwerksverbot auf publikumsträchtigen Plätzen, die die Kommunen definieren sollen.

SCHULEN

Auch an den Schulen sollen vom 16. Dezember bis 10. Januar Kontakte deutlich eingeschränkt werden. Daher werden in diesem Zeitraum Schulen grundsätzlich geschlossen, oder die Präsenzpflicht wird ausgesetzt. Eine Notfallbetreuung wird sichergestellt und Distanzlernen angeboten. Für Abschlussklassen können gesonderte Regelungen vorgesehen werden. In Kindertagesstätten wird ebenso verfahren.

GASTRONOMIE

Das Trinken von Alkohol in der Öffentlichkeit wird vom 16. Dezember bis 10. Januar verboten. Verstöße werden mit einem Bußgeld belegt. Die Lieferung und Abholung von Speisen für den Verzehr zu Hause durch Gastronomiebetriebe sowie der Betrieb von Kantinen bleiben möglich. Der Verzehr vor Ort wird untersagt.

GOTTESDIENSTE

Gottesdienste in Kirchen, Synagogen und Moscheen sowie die Zusammenkünfte anderer Glaubensgemeinschaften sind nur erlaubt, wenn ein Mindestabstand von 1,5 Metern gewahrt und eine Maskenpflicht auch am Platz eingehalten wird. Den Besuchern ist Gesang untersagt. Bei Zusammenkünften, in der Besucherzahlen erwartet werden, die zu einer Auslastung der Kapazitäten führen könnten, ist ein Anmeldungserfordernis einzuführen.

von unserer Agentur dpa