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Marburg Ein Immobilien-Deal belastet die CDU
Marburg Ein Immobilien-Deal belastet die CDU
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08:56 08.02.2020
Die CDU-Parteizentrale in Marburg. Quelle: Nadine Weigel
Marburg

In Rechenschaftsberichten müssen Parteien unter anderem ihr Haus- und Grundvermögen angeben. Doch die CDU-Zentrale, ein Altbau in der Gisselberger Straße ist – so berichtet es das Nachrichtenmagazin „Spiegel“ – in diesen bis vor kurzem nicht aufgelistet gewesen.

Obwohl die Partei bereits seit Mitte der 1970er-Jahre in dem Haus arbeitet – es sind dort auch Abgeordnetenbüros heimischer Spitzenpolitiker untergebracht – ist es erst in einem Nachtrag zum Rechenschaftsbericht 2018 aufgeführt – mit einem Wert von 700.000 Euro.Wieso? Die CDU hat das Gebäude offiziell nie gekauft. Vielmehr tat das der 1975 gegründete „Verein zur Förderung staatspolitischer Bildung“, der auch als Eigentümer im Grundbuch steht und das Haus – zumindest bis 1996 – an die Partei vermietete, dann aber plötzlich keine Miete mehr nahm.

Das bestätigt die CDU am Freitag, 7. Februar, in einer Stellungnahme. Sie verweist aber darauf, dass Parteien erst seit einigen Jahren selbst Immobilien erwerben dürfen, diese Vereins-Variante vorher normal war. Die Praxis sei auch nie von Prüfern beanstandet worden. Auf OP-Anfrage gibt sich die Parteispitze gelassen, verweist auf die Kreditfinanzierung. Der Kreisvorsitzende Dr. Thomas Schäfer kann Parteispenden-Hintergründe aber nur seit seinem Amtsantritt im Jahr 2013 ausschließen. 

von Björn Wisker

Einen ausführlichen Artikel zum Thema lesen Sie hier (nach Login frei).