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Marburg Verteidigung beantragt Freispruch
Marburg Verteidigung beantragt Freispruch
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09:13 28.11.2019
Im Marburger Frühchenprozess hat die Verteidigung einen Freispruch für die ehemalige Kinderkrankenschwester Elena W. gefordert. Quelle: Thorsten Richter
Marburg

Im Frühchen-Prozess hat die Verteidigung am Mittwochvormittag (20. November) einen Freispruch für angeklagte Ex-Kinderkrankenschwester Elena W. gefordert. Der Grund: Es kämen auch andere Täter in Betracht. Zudem gebe es keinen eindeutigen Beweis für die Täterschaft von Elena W., sondern nur Indizien. 

Die Staatsanwaltschaft hatte am 7. November eine zwölfährige Haftstrafe gefordert - vor allem wegen mehrfachen versuchten Mords, Körperverletzungen und rohen Misshandlungen an drei am Uni-Klinikum frühgeborenen Kinder.

Hintergrund

Seit Januar 2019 steht eine frühere Kinderkrankenschwester des Marburger Universitätsklinikums wegen versuchten Mordes, gefährlicher Körperverletzung und Misshandlung von Schutzbefohlenen vor dem Landgericht Marburg. Die 29-Jährige war zwischen Oktober 2015 und Februar 2016 als Mitarbeiterin auf der Neugeborenen-Intensivstation tätig. Sie soll drei Frühchen ärztlich nicht verordnete Medikamente gegeben haben. Die Babys sollen durch ihr Handeln in lebensbedrohliche Zustände geraten sein. Im Dezember 2015 starb eines der drei Mädchen.

70 Verhandlungstage sind für die gerichtliche Aufarbeitung des Falles veranschlagt, der im Frühjahr 2016 bundesweit für Schlagzeilen sorgte. Ende Februar 2020 soll das Urteil fallen. Am 20. November hat jetzt die Verteidigung ihr Plädoyer gehalten.

von Björn Wisker und unserer Agentur

[Mehr zu diesem Thema lesen Sie am Donnerstag (21. November) in der gedruckten OP.] 

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