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Marburg Vernissage mit Lieblingsmensch
Marburg Vernissage mit Lieblingsmensch
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18:55 27.06.2020
Freuen sich, die Ausstellung trotz Corona anbieten zu können: Oberbürgermeister Dr. Thomas Spies (rechts), Künstler Philipp Hennevogl (Mitte), Britta Sprengel, Leiterin der Sommerakademie (links) und Ariadne Hohndorf vom Fachdienst Kultur. Quelle: Thomas Steinforth
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Marburg

„Das Kunstwerk ist eine imaginäre Insel, die rings von Wirklichkeit umbrandet ist“, eröffnete Oberbürgermeister Dr. Thomas Spies mit einem Zitat von José Ortega Y Gasset die Ausstellung. „Die Insel der Kunst ist im Moment von furchtbaren Zeiten umgeben und fast wäre uns diese abhanden gekommen“, verwies Spies darauf, dass die Sommerakademie das erste Mal seit ihrem Bestehen ausfällt.

Die Ausstellung war ursprünglich als Begleitprogramm zur 43. Marburger Sommerakademie geplant. Der Fachdienst Kultur hat ein Konzept entwickelt, um in den kommenden sieben Wochen ein wenig vom berühmten „Sommerakademie-Feeling“ mit Analogem und Digitalem in die Gegenwart zu retten.

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„Neu ist, dass unsere Sommerakademie – die wohl älteste ihrer Art in Deutschland – durch die Krise den Schritt in die Digitalität gewagt hat“, erläutert Britta Sprengel, Leiterin der Sommerakademie. „Weil unsere Teilnehmerinnen und Teilnehmer sowie Dozentinnen und Dozenten so traurig über die Absage ihres jährlichen Kreativurlaubs waren, haben wir uns – zusammen mit den beiden neuen Künstlerischen Leiterinnen, Ana Laibach aus Mannheim für den bildenden und Selina Senti aus Berlin für den darstellenden Bereich, – kurzerhand entschlossen, einen kleinen Teil des Programms ins Internet zu verlagern.“ Derzeit werden Videoanleitungen, morgendliche Übungsanleitungen, kreative Impulsgeber, Tipps oder Links mit Infos und Kurzfilmen zu den Künstlerinnen und Künstlern erstellt, die ab dem 20. Juli auf der Homepage der Sommerakademie zu finden sein werden.

Die Angebote sind kostenlos – manches ist exklusiv für die Teilnehmenden, manches für alle zugänglich. „Ein geplantes ,Familienalbum‘ sammelt Selfies und Fotos aller Beteiligten, so dass eine – wenn auch virtuelle – Verbindung trotz Corona möglich bleibt“, so Sprengel.

Dort finden sich auch Fotos und Audiopodcasts, mit denen Philipp Hennevogl seine Bilder und sein Schaffen vorstellt. Zu sehen sind Stillleben, Porträts, Landschaften, Architekturen. Wer nicht ins Internet gehen möchte, um Hennevogl zu erleben, soll jedoch nicht ausgeschlossen bleiben. „Bei der Planung der Ausstellung mussten wir uns die Fragen stellen: Wie machen wir sie trotz der Corona-Pandemie zugänglich? Welche Möglichkeiten finden wir, sichere Ausstellungsbesuche zu ermöglichen?“, erzählt Ariadne Hohndorf vom Fachdienst Kultur.

„Weil ja auch die Vernissage in der Nacht der Kunst ausfallen muss, möchten wir Museumsfreundinnen und -freunden ein ungewöhnliches Erlebnis anbieten: die Minivernissage mit Lieblingsmensch. Bis zum 19. Juli kann von Dienstag bis Sonntag zwischen 10 und 18 Uhr ein Zeitfenster bei uns per E-Mail gebucht werden, in dem man sich ganz exklusiv zu zweit die Ausstellung anschauen kann“, berichtet Hohndorf. Der Eintritt ist frei. Durch die Ausstellung führt dann die Stimme des Künstlers Philipp Hennevogl via Audioguide. Der Fachdienst Kultur hält außerdem für die zwei „Lieblingsmenschen“ eine kleine Überraschung bereit.

Öffnungszeiten

Vom 21. Juli bis zum 7. August ist die Ausstellung von Dienstag bis Sonntag in der Zeit von 13 bis 18 Uhr ohne Voranmeldung für alle geöffnet.

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