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Marburg Verdächtige bleibt in Haft
Marburg Verdächtige bleibt in Haft
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18:58 18.03.2016
Quelle: Michael Bahlo
Marburg

Die Sprecherin der Staatsanwaltschaft, Ute Sehlbach-Schellenberg, sagte auf Nachfrage der OP, der Haftbefehl gegen die Frau werde aufrechterhalten. Sie gelte nach wie vor als dringend tatverdächtig.

„Selbstverständlich“ überprüfe die Staatsanwaltschaft regelmäßig, ob Haftgründe weiter vorliegen. Beim Verdacht auf schwere Straftaten wie im ­Frühchen-Fall gelten laut Strafprozessordnung neben dem dringenden Tatverdacht nicht nur Flucht- oder Verdunkelungsgefahr als Haftgründe, sondern auch die Schwere der Tat.

Ist sechs Monate nach der Festnahme keine Anklage erhoben, muss das Oberlandesgericht laut Strafprozessordnung über die Fortdauer der Untersuchungshaft entscheiden. Das wäre im Frühchen-Fall im August.

Unterdessen kann die Staatsanwaltschaft noch immer nicht über Erkenntnisse aus der Obduktion eines anderen Frühchens berichten, das im Februar exhumiert wurde. Exhumierungen erforderten besonders weitreichende Untersuchungen, sagte Sehlbach-Schellenberg. Wann mit Ergebnissen zu rechnen ist, wollte sie nicht prognostizieren: „Die Untersuchungen dauern solange, bis sie abgeschlossen sind.“ Die Staatsanwaltschaft habe zahlreiche weitere Zeugen vernommen.

von Till Conrad