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Marburg Ein "blutiger" Wettbewerb
Marburg Ein "blutiger" Wettbewerb
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16:00 29.10.2019
Die Pharmaziestudenten Patrick Neumann und Lisa-Marie Blasius „wollen Blut sehen“. Quelle: Tobias Hirsch
Marburg

Mit dem Slogan „Wir wollen dein Blut“ lädt die Fachschaft Pharmazie alle Marburger Bürger vom Studenten bis zum Urgestein dazu ein, im Klinikum der Lahnberge etwas Blut zu spenden. Das Tolle dabei: Allein eine Blutspende kann bis zu drei Menschenleben retten.

„Die Idee des ‚Vampire-Cups‘ gibt es weltweit bereits seit 2012 als eine Gesundheitskampagne des internationalen Pharmaziestudierenden-Verbands“, erklärt Bastian Brand von der Fachschaft Pharmazie in Marburg. „Seit 2015 macht auch Deutschland bei dem Wettbewerb mit und hat ein eigenes Ranking für die Pharmazie-Fachschaften eingeführt.“

Pokal in Form einer Fledermaus

Ziel des Vampire-Cups ist es, möglichst viele Menschen zum Blutspenden zu motivieren und so einen Beitrag für die Rettung von Menschenleben durch Blutkonserven zu leisten. Dabei treten die pharmazeutischen Fachschaften aus ganz Deutschland gegeneinander an: Wer im Zeitraum des Vampire-Cups die größte Menge an Vollblut – so wird Blut genannt, wenn es noch alle Bestandteile beinhaltet – sammeln kann, wird mit einem Wanderpokal und einer Urkunde belohnt. 

Thematisch passend kommt der Pokal in Form einer Fledermaus. Aber natürlich sollen die freiwilligen Blutspender auch nicht leer ausgehen: Am Ende des Wettbewerbs gibt es ein Gewinnspiel, bei dem sie verschiedene Preise von lokalen Unternehmen gewinnen können. So verschenkt die Sparkasse Marburg beispielsweise Thermobecher, und vom Schwimmbad Aquamar kann man Eintrittsgutscheine gewinnen.

Doch es wird noch einige andere Preise geben, die von lokalen Unternehmen zur Verfügung gestellt werden. Prinzipiell kann jeder ab 18 Jahren während des Aktionszeitraums am Vampire-­Cup teilnehmen. Vor oder nach der Blutspende muss dafür ein Teilnahmeformular ausgefüllt und vom medizinischen Personal unterschrieben werden. Die ausgefüllten Formulare werden dann von der betreuenden Fachschaft eingesammelt und ausgewertet. „Das Ganze ist eine Public-
Health-Kampagne“, beschreibt Bastian Brand. „Im letzten Jahr kamen wir auf insgesamt 832 Blutspenden während der Aktion“.

Keine Alternative 
zur Vollblutspende

Bei der Aktion arbeitet die Fachschaft mit dem Blutspendedienst des UKGM Marburg zusammen. „Leider gibt es nach wie vor keine Alternative zur Vollblutspende“, sagt Brandt. „Deshalb ist es wichtig, Blut zu spenden, um Leben zu retten.“

Lisa-Marie Blasius, die Hauptorganisatorin des Events, stimmt ihm zu: „Wichtig ist uns auch, einige Erstspender zu motivieren, das Blutspenden kennenzulernen. Vor allem manche Erstsemester waren bis vor kurzem noch zu jung zum Spenden, und das ist eine gute Gelegenheit, damit anzufangen. Dabei ist es egal, welche Blutgruppe man hat. Jedes Blut und jede Spende sind in der Medizin wichtig.“

Leider gewann Marburg bisher mehrfach in Folge knapp ‚nur‘ den zweiten Platz, aber die Studentin im 5. Semester sieht das optimistisch: „Auch auf dem zweiten Platz haben wir gute Preise gewonnen. Neben Gummibärchen und einer Urkunde haben wir den Ruhm gewonnen, etwas Gutes gemacht zu haben.“

  • Die Räume des Blutspendedienstes befinden sich im Mutter-Kind-Zentrum im Uni-Klinikum Lahnberge, Ebene – 2. Um den Parkplatz muss man sich keine Sorgen machen: Blutspender parken gebührenfrei!     

von Linda Marquardt