Menü
Oberhessische Presse | Ihre Zeitung aus Oberhessen
Anmelden
Marburg UKGM: Wir sind auf die zweite Welle gut vorbereitet
Marburg UKGM: Wir sind auf die zweite Welle gut vorbereitet
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
18:58 16.10.2020
Prof. Harald Renz (Ärztlicher Geschäftsführer des UKGM) und Dr. Sylvia Heinis (Kaufmännische Geschäftsführerin) legen großen Wert darauf, Patienten, Besucher und Mitarbeiter vor einer Corona-Infektion zu schützen. Quelle: Foto: Thorsten Richter
Anzeige
Marburg

Die Infektionszahlen im Landkreis sind drastisch gestiegen – damit könnte auf das Universitätsklinikum Gießen und Marburg (UKGM) auch eine steigende Zahl an Corona-Patienten zukommen, die stationäre oder sogar intensivmedizinische Versorgung benötigen. Das UKGM ist dafür nach eigenen Angaben gerüstet. „Wir sind aufgrund unserer Erfahrungen im Frühjahr dieses Jahres gut auf eine mögliche ,zweite Welle’ an schwer erkrankten Covid-19-Patienten vorbereitet“, teilte UKGM-Sprecher Frank Steibli am Freitag auf Nachfrage der OP mit. „Die regionale Zusammenarbeit mit den anderen Kliniken in Mittelhessen hat sich dabei bewährt.“

Sowohl der Marburger als auch der Gießener UKGM-Standort sind sogenannte koordinierende Kliniken nach Maßgabe des Hessischen Sozialministers. „Im Landkreis Marburg-Biedenkopf stehen insgesamt deutlich über 100 Intensivbetten zur Verfügung, die jedoch natürlich derzeit überwiegend mit Nicht-Covid-Patienten belegt sind“, erklärte Steibli. „Wenn mehr an Covid-19 erkrankte Patienten intensivpflichtig werden sollten, können zunächst freie Kapazitäten belegt werden, danach wird die Belegung dieser Betten durch Patienten mit geplanten Eingriffen zurückgefahren.“

Anzeige

Renz: Corona-Regeln sind privat und beruflich wichtig

Im UKGM Marburg befinden sich laut Steibli sechs am Coronavirus Erkrankte in Behandlung, davon ein Patient auf der Intensivstation. Die Situation im Landkreis werde permanent überwacht und bewertet. Das UKGM plane nicht „isoliert“, sondern stets in Absprache mit allen Partnern – Krankenhäusern, Gesundheitsamt, Rettungsdiensten und niedergelassenen Ärzten.

Die Kaufmännische Geschäftsführerin des Universitätsklinikums Marburg, Dr. Sylvia Heinis, sagte mit Blick auf die Situation im Klinikum: „Uns liegt die Sicherheit unserer Patienten, unserer Besucher und insbesondere unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sehr am Herzen. Deswegen nehmen wir die Zugangsregelung zum Universitätsklinikum Marburg sehr ernst und überwachen und kontrollieren den Besucher- und Patientenstrom kontinuierlich.“

Ziel sei es, zu verhindern, dass das Virus ins Klinikum hineingetragen wird. „Wenn nämlich eine signifikante Anzahl an Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Covid-19 entwickeln würden, dann hätte das gravierende Auswirkungen für den gesamten Klinikumsbetrieb“, sagte Heinis.

„Aus diesem Grund sind die Regeln gegen das Virus – Abstand halten, Hygieneregeln beachten, Mund-Nase-Schutz tragen, Corona-Warn-App nutzen und regelmäßig lüften – für uns alle ja so wichtig. Nicht nur im privaten, sondern auch im beruflichen Umfeld“, ergänzte der Ärztliche Geschäftsführer des Universitätsklinikums Marburg, Prof. Dr. Harald Renz und kündigt an: „Daher bereiten wir Konzepte vor, wie wir auch die Testung ausweiten können im Klinikum.“

Von Stefan Dietrich