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Marburg Uni-Präsidentin reagiert auf Debatte um WGs
Marburg Uni-Präsidentin reagiert auf Debatte um WGs
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07:50 21.02.2020
Erstsemester bei einer studentischen Stadtrallye auf dem Marktplatz: Die Oberstadt ist auch abends ein beliebter Treffpunkt für Studierende. Quelle: Nadine Weigel
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Marburg

Mitglieder einer Bürgerinitiative Oberstadt haben Angst um ihr Stadtviertel und fordern, dass in Zukunft wieder weniger Studierende und mehr Familien in der Oberstadt wohnen. Doch wie sehen das die Verantwortlichen der Philipps-Universität? Auf Anfrage der OP reagierte jetzt die Marburger Uni-Präsidentin Professorin Katharina Krause darauf.

„Die Universität setzt sich für ein gutes Miteinander in der Universität und in der Stadt ein, allerdings hat sie auf das Handeln von privaten Vermietern keinen Einfluss“, macht Krause deutlich. Anscheinend sei es aber in der Oberstadt attraktiv geworden, an Studierende zu vermieten, wenn durch die Aufteilung von Wohnungen eine höhere Miete erzielt werden könne als durch die Vermietung derselben Fläche an Familien.

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Das Fehlen von Nahversorgern in der Oberstadt sowie die an vielen Stellen eingeschränkte Anfahrts- oder Parkmöglichkeit könnten ebenfalls dazu beitragen, dass die Oberstadt ähnlich wie Weidenhausen für berufstätige Mieter weniger attraktiv geworden sei. 

Krause: Nicht alle Oberstadt-Gäste sind Studierende

Doch was sagt die Präsidentin dazu, dass Studierende womöglich zu sehr die Ruhe im Quartier stören? „Im Lebensabschnitt Studium erleben viele junge Menschen zum ersten Mal das Alleine- oder in einer Wohngemeinschaft Wohnen“, sagt Krause. „Manche überschreiten­ dabei gelegentlich Grenzen der neuen Freiheiten und achten nicht darauf, dass sie damit ­andere Menschen stören könnten, die in der Oberstadt wohnen und einen anderen Lebensrhythmus haben."

Studierende generell oder als alleinigen Grund eines Lärm- und Abfall-Problems in der Oberstadt auszumachen, weist die Präsidentin jedoch zurück. „Bei Weitem nicht alle Gäste­ der Oberstadt, die aus anderem Blickwinkel gerne gesehene Umsatzbringer sind, sind Studierende“.

von Manfred Hitzeroth

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