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Marburg Frau gibt nach Unfall keine Personalien heraus
Marburg Frau gibt nach Unfall keine Personalien heraus
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16:28 15.06.2018
Symbolfoto: Einen Zettel mit der Nummer zu hinterlassen, reicht bei einem Unfall nicht aus. Quelle: Nadine Weigel
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Marburg

Das Verhalten der Autofahrerin nach dem Unfall sei "absolut nicht empfehlenswert, gesetzwidrig und nunmehr mit Konsequenzen verbunden", teilt Polizeipressesprecher Martin Ahlich mit. Ihr drohe sogar der Entzug des Führerscheins.

Den Unfall verursachte sie am Donnerstag, 14. Juni, gegen 17.20 Uhr, in der Biegenstraße vor der Baustelle. Ein 30 Jahre alter Golffahrer bremste verkehrsbedingt ab, die nachfolgende Marburgerin fuhr auf und verursachte am Heck des Golfs eine Delle und einen Defekt an der Kennzeichenbeleuchtung, berichtet Ahlich. Mit der Äußerung, es handele sich wohl um eine Bagatelle und mit dem Hinweis auf die im Auto mitfahrenden Kinder verweigerte sie die Herausgabe ihrer Personalien. Unter der preisgegebenen Mobilfunknummer war sie dann bis zum nächsten Tag nicht erreichbar, sodass der Golffahrer die Polizei verständigte. Die Polizei ermittelt nun wegen Unfallflucht ermittelt.

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"Die Pflichten des Unfallbeteiligten sind im Gesetz eindeutig geregelt", sagt Ahlich. Jeder Unfallbeteiligte müsse seine Personalien bekanntgeben - die bloße Weitergabe der telefonischen Erreichbarkeit reiche ebenso wenig, wie das bloße Hinterlassen eines Zettels an der Windschutzscheibe. "Die Statistik der Verkehrsunfälle zeigt jährlich, dass in Marburg-Biedenkopf gut jeder vierte polizeilich aufgenommene Unfall eine Verkehrsunfallflucht ist. Unfallflucht ist unabhängig vom entstandenen Schaden kein Kavaliersdelikt und keine Bagatelle, sondern immer eine Straftat nach dem Strafgesetzbuch. Eine Unfallflucht zieht eine Freiheitsstrafe oder Geldstrafe nach sich und führt regelmäßig auch zum Entzug des Führerscheins", sagt Ahlich.