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Marburg Umweltverband für Windräder im Wald
Marburg Umweltverband für Windräder im Wald
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11:57 15.09.2020
Das Bild zeigt Windräder im Wald bei Emsdorf. Quelle: Tobias Hirsch
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Marburg

Ob Lichter Küppel, Görzhausen oder Bürgelner Gleichen: Die sich in Marburg abzeichnende kommunalpolitische Windkraft-Wende findet die Unterstützung von Umweltverbänden wie dem BUND.

Die Entscheidung der SPD, den Grünen- und Linken-Forderungen für Windräder-Bau zu folgen, sei überfällig, da bei der Erzeugung von Ökostrom die Schlagzahl drastisch erhöht werden müsse, heißt es in einer aktuellen Stellungnahme. Standorte im Wald dürften kein Ausschlusskriterium sein.

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Denn beim Windkraft-Ausbau müssten vorzugsweise die Flächen mit dem besten Windkraftpotenzial genutzt werden. „Prädestiniert sind die bewaldeten Höhenstandorte unserer Mittelgebirge, die in der historischen Entwicklung weder für die Anlage von Siedlungen noch für eine ackerbauliche Nutzung geeignet waren. Das hat zur logischen Folge, dass in Mittelhessen die Vorrangflächen für Windenergie meist im Wald liegen.“

Anwohner fürchten Folgen

Der Marburger BUND schlägt ein Pilotprojekt vor, eine Kooperation der Stadtwerke und Gewobau. In diesem Projekt solle die oberflächennahe Erdwärme mit Hilfe der Wärmepumpentechnik aktiviert werden. Die gewonnene Heizwärme soll zwischengespeichert in einem Warmwasser-Pufferspeicher und von dort aus dem Gebäude-Heizsystem zugeführt werden. Auf diese Weise solle die entkoppelte Speicherung von volatiler Windenergie nicht in aufwendigen Batteriespeichern, sondern in hochwirksam gedämmten Wasserspeichern geschehen.

Zuletzt hat es durch einen Stadtparlamentsbeschluss erste Schritte zu einem möglichen Windräder-Bau in Marburg gegeben. Speziell in Schröck, Moischt und Michelbach fürchten Anwohner dadurch negative Folgen.

Von Björn Wisker