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Marburg Demonstranten fordern Klimanotstand
Marburg Demonstranten fordern Klimanotstand
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17:55 14.06.2019
Demonstranten am Freitag auf dem Marburger Marktplatz. Quelle: Nadine Weigel
Marburg

Ab 15 Uhr trafen sich vor dem Erwin-Piscator-Haus die Demonstranten der „Seebrücke“, die „geordneten Rücktritt statt geordneter Rückkehr“ fordern. Der Protest richtet sich gegen das von der Berliner Groko im Migrationspaket verabschiedete „Geordnete-Rückführungs-Gesetz“, wofür auch der Marburger SPD-Abgeordnete Sören Bartol gestimmt habe. Die „Seebrücke“-Demonstranten ziehen anschließend zum Marktplatz.

Die Seebrücke Marburg demonstrierte gegen die Abschottung Europas. Die Parents for Future für die Ausrufung eines Klimanotstandes

Definition Klimanotstand

Die Erklärung des Klimanotstands (englisch „Climate Emergency“) ist ein Beschluss von Parlamenten ("Legislative")oder Verwaltungen, mit dem sie feststellen, dass es eine menschengemachte globale Erwärmung ("Klimawandel)" gibt und dass die bisher ergriffenen Maßnahmen nicht ausreichen, diese zu begrenzen.Es geht somit um den Umgang mit der KLimakrise. Mit dem Beschluss werden Regierung und Verwaltungen (("Exekutive")beauftragt, Maßnahmen auszuarbeiten, die über den derzeitigen Stand hinausgehen und versprechen, die menschengemachte globale Erwärmung aufzuhalten. Die Erklärung kann auf unterschiedlichen Ebenen erfolgen (national, kommunal usw.) und hinsichtlich Tiefe oder Details ihrer Vorgaben verschieden sein.

Am Marktplatz begann dann um 16 Uhr die erste Kundgebung der „Parents for Future“-Bewegung, die den „Klimanotstand für Marburg“ forderten. Die Bewegung fordert von Marburgs Stadtverordneten, dem Beispiel von Städten wie Konstanz, Kiel, Lübeck und Münster zu folgen.