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Marburg Über 100 Filme der besonderen Art
Marburg Über 100 Filme der besonderen Art
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11:58 24.07.2019
Im Garten des G-Werks am Afföller werden die Filme des Wettbewerbsprogramms präsentiert. Die Plätze in den Liegestühlen sind begehrt. Quelle: Veranstalter
Marburg

Für das Internationale Kurzfilmfestival vom  24. bis 28. Juli wurde aus über 1000 Einsendungen ein Wettbewerbsprogramm kuratiert. Hinzu kommen zahlreiche Premieren und ein vielfältiges Rahmenprogramm. Schwerpunkte sind in diesem Jahr die Themen „Reflexion“ und „Standbild“.

Der Kinofilm besteht bis heute aus einer festgelegten Frequenz von Standbildern – jenen berühmten „Bildern pro Sekunde“, die erst die Kinematografie als Beschreibung von Bewegung bewirken. Das Wort Reflexion bündelt ein ganzes Set von Bedeutungen: Es kann Spiegelung, die Widerspiegelung sowie die Bespiegelung bedeuten. ­Ohne die Reflexion des Lichts auf der Leinwand bleibt Bewegung­ ­ungesehen.

Kritik aber auch Unterstützung

Die bekannten und beliebten­ Themenblöcke zu den Wettbewerbskategorien Spiel-, Animations-, Dokumentar- und Experimentalfilm werden entsprechend in diesem Jahr durch zwei Sonderblöcke erweitert. Einzelne Filme zu den Festival-Schwerpunkten sowie Filme aller anderen Wettbewerbskategorien werden auch in den Open Air Abendvorstellungen im idyllischen Garten des G-Werk-Geländes gezeigt, der aufgrund des häufig ausverkauften Programms durch kreative Sitzmöglichkeiten erweitert wurde.

Vor allem im abendlichen Open Air Programm wird auch viel Kurzweiliges und Unterhaltsames geboten. Die Tatsache, dass beim ­Kuratieren der Filmauswahl ­eines Festivals nicht immer Einigkeit herrscht, reflektiert ein Open-Air-Filmblock: Am Sonntagabend gibt es die Filme im Wettbewerb, die in der Vorauswahl für das Festival große Kritik, gleichzeitig aber auch große Unterstützung erhielten. Über die besten Filme entscheidet wie an allen anderen Tagen auch das Publikum. Einige Filme feierten bereits auf renommierten Filmfestivals wie Cannes oder Locarno erste Erfolge und sind nun zum ersten Mal in Deutschland zu sehen.

Filmschaffende aus der ganzen Welt sind vor Ort

Europäische Filme finden sich genauso im Wettbewerb, wie Filme aus Südamerika, Russland, Asien und Afrika – zum Teil ohne bisherige Festival-Aufführung überhaupt. Selbstverständlich ist auch ein großer Anteil beliebter oder brandneuer deutscher Kurzfilme in der Wettbewerbs-Auswahl, darunter sind auch hessische Filmschmieden vertreten.

Es werden auch wieder viele­ Filmschaffende aus der ganzen Welt anreisen und persönlich vor Ort sein, um ihre Filme zu vertreten, vorzustellen und den Austausch mit dem Publikum zu suchen.
Dazu gibt es ein Rahmenprogramm, unter anderem mit einer Stopmotion-Werkstatt. Insbesondere für lokale Kurzfilme gibt es auch in diesem Jahr wieder das Garagenkino. Das ­beliebte Mini-Festival im Festival zeigt sogar spontan Eingereichtes. Dort findet am Samstagabend ein „Storyboardpitch“ statt, bei dem keine Filme, sondern nur Filmideen, skizzierte Standbilder eines Filmprojektes, dem Publikum präsentiert und zur Diskussion gestellt werden.

Die Party am Samstagabend bietet Festival-Blitzgewitter in einer ganz anderen Form. Wem das zu hektisch klingt, der ist wahrscheinlich bei der entspannteren Opening-Party besser aufgehoben oder kommt zum „Standbildbingo“ am Freitag. Die offizielle Eröffnung des Festivals findet heute um 20.30 Uhr im G-Werk statt. Das komplette Programm des Festivals gibt es unter www.openeyes-filmfest.de.