Menü
Oberhessische Presse | Ihre Zeitung aus Oberhessen
Anmelden
Marburg US-Terror: Marburger unter Todesopfern
Marburg US-Terror: Marburger unter Todesopfern
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
14:28 10.08.2019
22 Tote gab es bei einer Schießerei in einem Supermarkt in El Paso - darunter ein gebürtiger Marburger.
Marburg

Der Name des bei dem Massaker durch einen Kopfschuss getöteten Mannes ist Alexander Hoffmann. Der 66-Jährige lebte seit rund 40 Jahren in Mexiko. Seine Witwe Rosa María Valdez sagte bei einer Trauerfeier in der Grenzstadt Ciudad Juárez, dass der gebürtige Marburger heute in seiner Wahlheimat beigesetzt wird. 

Wie Valdez erklärt, arbeitete Hoffmann als Wartungsleiter in einem der zahlreichen Montagebetriebe auf mexikanischer Seite entlang der Grenze. Dort habe er bis zu seiner Rente mitgeholfen, Produkte für den US-Markt zu fertigen. Das Ehepaar habe sich kennengelernt, als Hoffmann als Angehöriger der Luftwaffe nach Mexiko kam.

"Er liebte sein Land. In seiner Seele war er immer in Deutschland", betonte Valdez. Ein Sohn Hoffmanns sagte, dass sein Vater ihm wenige Stunden vor dem Tod geschrieben habe, dass er bald eine Reise nach Deutschland plane. Hoffmann hätte sich laut Valdez wohl gewünscht, in seiner Heimat beigesetzt zu werden. Das könne sich die Familie aber nicht leisten, sagte sie gegenüber der Nachrichtenagentur dpa.

Im texanischen El Paso, das gegenüber von Ciudad Juárez auf der US-Seite der Grenze liegt, hatte ein Mann am Samstag vergangener Woche in einem Einkaufszentrum um sich geschossen. Wie Ermittlungen der US-Behörden ergaben, ist das Motiv Fremdenfeindlichkeit, speziell Hass auf Mexikaner.

von Björn Wisker