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Marburg Forschung über künstliche Intelligenz
Marburg Forschung über künstliche Intelligenz
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18:58 25.01.2020
Konzentriert verfolgten die Besucher des Neujahrsempfangs die Vorstellung der Pläne für die nähere Zukunft von Deutschlands einzigem privaten Universitätsklinikum. Quelle: Nadine Weigel
Marburg

Der Vorsitzende der UKGM-Geschäftsführung, Dr. Gunther K. Weiß, teilte dies auf dem gemeinsamen Neujahrsempfang von UKGM und Fachbereich Medizin mit. Beim UKGM ist man zuversichtlich, dass der Zertifizierungsprozess im Frühjahr abgeschlossen werden kann.

Die Deutsche Krebshilfe vergibt die Bezeichnung „onkologisches Spitzenzentrum“. Deutschlandweit gibt es bisher sieben dieser Zentren. Ziel der Deutschen Krebshilfe ist, dass jeder Krebspatient in Deutschland Zugang zur bestmöglichen Diagnostik und Therapie auf dem aktuellen Stand des medizinischen Wissens haben soll.

In dem Netzwerk erarbeiten die Ärzte und Wissenschaftler in den Zentren neue Standards und Leitlinien für die Versorgung krebskranker Menschen. Die dabei erzielten Fortschritte­ werden auch anderen Versorgungseinrichtungen zugänglich gemacht, verspricht die deutsche Krebshilfe.
Das Comprehensive Cancer­ Center in Marburg (Krebszentrum) wurde bereits 2006 durch die Deutsche Krebshilfe als ­onkologisches Zentrum zertifiziert. Nun soll eine weitere Qualitätssteigerung bestätigt werden.

Professur für Zukunftsthema 

Die Zusammenarbeit mit der Universitätsklinik Frankfurt soll die Kompetenzen bündeln. Sie sei ein Ausfluss der Loewe-Forschung.
Das UKGM strebt außerdem, so der ärztliche Direktor Professor Dr. Harald Renz, Fortschritte in der digitalen Medizin an.

Dieser Trend vor allem in der Krankenhausmedizin ­beinhaltet nicht nur vergleichsweise einfache Dinge wie die ­Videosprechstunde, sondern ­
etwa auch Medizin-Apps für ­spezielle Erkrankungen, am Körper installierte Geräte zur Messung bestimmter Körperfunktionen oder die Themen Big Data und Robotik. Renz setzt auf eine zügige Entwicklung dieses Zukunftsthemas. Das UKGM und der Fachbereich Medizin hat eigens eine Professur für dieses Zukunftsthema eingerichtet und besetzt.

Neue Zusammenarbeit mit Klinikum Fulda

Medizin-Dekan Professor Helmut Schäfer berichtete zudem über eine neue Zusammenarbeit mit dem Klinikum in Fulda. Dort entsteht ein gemeinsamer klinischer Campus mit 185 zusätzlichen Studienplätzen für ein forschungsnahes und wissenschaftsorientiertes Studium.
Zukunft ist auch das Stichwort im Verhältnis zwischen dem Land Hessen und dem UKGM-Eigentümer, der Rhön-AG.

Rhön-Aufsichtsratsvorsitzender Stefan Holzinger bot an, das Zukunftspapier, das Land, die Universitäten Gießen und Marburg und die Rhön-AG Ende 2017 verabredet hatten und unter anderem ein Investitionspaket für Marburg in Höhe von 100 Millionen Euro beinhaltet hatte, zu verlängern. Auch Hessens ­Wissenschaftsministerin Angela­ Dorn (Grüne) zeigte sich interessiert. Unter welchen Voraussetzungen Land und Rhön-AG aber zusammenarbeiten wollen, blieb an diesem Abend im Dunkeln.

von Till Conrad