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Marburg Busse werden trotzdem fahren
Marburg Busse werden trotzdem fahren
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19:29 20.11.2020
Busse fahren in den Abendstunden am Marburger Bahnhof ab.  Quelle: Thorsten Richter
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Marburg

Der Betriebsratsvorsitzender der Stadtwerke-Tochter Marburger Verkehrsgesellschaft (MVG) erklärte am Freitag auf Anfrage der OP, die große Mehrheit der Busfahrer sei bei der Nahverkehrsgewerkschaft organisiert. Freilich vermag er nicht zu sagen, ob die bei Verdi organisierten Busfahrer am Samstag ihre Arbeit niederlegen werden. Der Busbetrieb sei aber nicht gefährdet, so der Betriebsratsvorsitzende. 

Gleichwohl kündigte er an: „Es wird bald einen Streik geben.“ Und der hätte letztlich das gleich Ziel wie der Verdi-Aufruf: Der Druck in den laufenden Tarifverhandlungen auf die Arbeitgeberseite soll erhöht werden. Deren jüngstes Angebot sei keinesfalls akzeptablen, betonte Frank Morczinek

Verdis Zwischenbilanz 

Die Gewerkschaft Verdi zeigte sich am Freitagnachmittag sehr zufrieden mit dem bisherigen Verlauf des Warnstreiks der kommunalen ÖPNV-Beschäftigten in Hessen. Streikleiter Jochen Koppel: „Verwaltung und Werkstätten in Kassel, Frankfurt und Wiesbaden haben sich zahlreich beteiligt. In Wiesbaden waren so viele Werkstatt-Kolleginnen und Kollegen im Streik, dass die Geschäftsführung sich am Morgen entschloss, den Fahrbetrieb an der Dienstaufnahme zu hindern, da die Busse in der Nacht nicht gereinigt und betankt werden konnten. Deshalb fuhren in Wiesbaden bereits heute keine Busse mehr.“

Für Samstag, 21. November, rief Verdi das Fahrpersonal in Kassel, Marburg, Wiesbaden und Frankfurt zum Warnstreik auf. Er soll mit der Frühschicht zu Fahrplanbeginn und enden mit der Spätschicht und dem Fahrplanende. 

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