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Marburg Testheft öffnet auch außerhalb der Schule Türen
Marburg Testheft öffnet auch außerhalb der Schule Türen
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11:58 28.08.2021
So sieht das Testheft aus, das gerade zu Beginn des Schuljahres eine wichtige Rolle spielen wird und auch als offizieller Testnachweis außerhalb der Schule anerkannt wird.
So sieht das Testheft aus, das gerade zu Beginn des Schuljahres eine wichtige Rolle spielen wird und auch als offizieller Testnachweis außerhalb der Schule anerkannt wird. Quelle: Foto: Thorsten Richter
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Marburg

Ab Montag wird es in den 96 Schulen im Landkreis Marburg-Biedenkopf wieder so richtig voll – das neue Schuljahr startet. Und das zu hundert Prozent mit Präsenzunterricht.

Damit dies trotz steigender Corona-Fallzahlen auch so bleiben kann, setzt das Hessische Kultusministerium zunächst einmal auf zwei „Präventionswochen“, in denen die Maskenpflicht uneingeschränkt im Schulgebäude und damit auch in den Klassenzimmern gilt, so Kultusminister Professor R. Alexander Lorz. Und diese Maskenpflicht gilt sowohl für Schülerinnen und Schüler als auch für Lehrerinnen und Lehrer.

Zudem wird in den ersten beiden Wochen die Testpflicht erhöht auf drei Selbsttests pro Woche, die im neuen Testheft einzutragen sind. Jeweils montags, mittwochs und freitags wird morgens unter Aufsicht getestet.

„Geimpfte und Genesene sind von der Testpflicht befreit. Allerdings empfehlen wir solchen Personen auch, sich zu testen, da auch Geimpfte oder Genesene das Virus übertragen können“, sagt Burkhard Schuldt, Leiter des Staatlichen Schulamtes Marburg. Ab der dritten Woche soll dann die Maskenpflicht am Platz in den Klassenzimmern fallen, sodass größtmögliche Normalität einkehren kann. Dann finden auch nur noch zwei Testungen innerhalb einer Woche statt. Schuldt und seine Stellvertreterin Gesche Herrler-Heycke sind zuversichtlich, dass es keine Rückkehr zum Distanz- oder Wechselunterricht geben wird.

Impfangebot vor Ort

Viele Jugendliche haben sich bereits impfen lassen, durchaus auch schon vor den Sommerferien. Nach OP-Informationen etwa die Schülerinnen und Schüler, die in der Jugendfeuerwehr aktiv sind oder im Schulsanitätsdienst mitarbeiten. Auch in den Sommerferien sind viele Schülerinnen und Schüler aktiv geworden, sodass der Anteil der Erstgeimpften bedeutend angestiegen ist. Einige Schulen machen auf ihren Homepages auf die Impfmöglichkeit von Schülerinnen und Schülern ab zwölf Jahren aufmerksam, betonen dabei aber auch, dass dieses Angebot auf Freiwilligkeit beruht.

In der zweiten Unterrichtswoche soll an den beruflichen Schulen ein Impfangebot direkt vor Ort angeboten werden, sagt Schuldt. Durchaus könne eine solche Aktion auch für andere Schulen möglich gemacht werden, so Schuldt. Die vertrauensvolle Zusammenarbeit der Schulträger, des Schulamtes und des Gesundheitsamtes gebe das jederzeit her. Okay, wagen wir einen Blick in eine Schule. Wie ist man dort vorbereitet? Etwa 850 Schüler starten am Montag an der Stadtallendorfer Georg-Büchner-Schule.

Schulleiterin Amanda Chisnell sieht ihre Schule zumindest technisch deutlich besser vorbereitet als beim vorherigen Schuljahreswechsel. Entscheidend ist für Chisnell, dass alles getan wird, um einen erneuten Distanzunterricht zu vermeiden. Denn es gibt nicht nur beim Lernstoff Defizite und Probleme. „Auch das soziale Miteinander hat bei vielen Kindern gelitten“, unterstreicht die Pädagogin.

Die Leistungsschere klaffe bei den Schülern in vielen Klassen sehr stark auseinander, stellt Chisnell klar fest. Ein Schritt an der GBS: Wo immer möglich, sollen zwei Lehrer je Klasse die Schüler betreuen, organisatorisch ist das zumindest teilweise zu schaffen. „Wir brauchen jetzt ganz dringend eine individuelle Betreuung“, sagt die Stadtallendorfer Schulleiterin. Da passt es auch, dass es 4,75 zusätzliche Stellen im „UBUS“-Bereich gibt. Dabei geht es um die Unterrichtsbegleitende Unterstützung von Schülerinnen und Schülern durch Sozialpädagoginnen und Sozialpädagogen. Derzeit sind es 43 Stellen, davon 16,5 in der Sekundarstufe I und beruflichen Schulen sowie 26,5 in den Grundschulen. PS: Das neue Testheft gilt auch außerhalb der Schule als Nachweis, etwa an der Kinokasse.

Von Götz Schaub und Michael Rinde

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