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Marburg Testcenter wird für zwei Tage zum Mini-Impfzentrum
Marburg Testcenter wird für zwei Tage zum Mini-Impfzentrum
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08:13 28.07.2021
Eine Patientin lässt sich impfen. Wer will, kann sich am Wochenende am Steinweg in Marburg ohne Terminvereinbarung spontan impfen lassen.
Eine Patientin lässt sich impfen. Wer will, kann sich am Wochenende am Steinweg in Marburg ohne Terminvereinbarung spontan impfen lassen. Quelle: Foto: Martin Schutt
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Marburg

Ein kleiner Piks vor dem Kneipenbesuch: Die schnelle Impfung für zwischendurch ohne Termin ist am Wochenende auch in der Nordstadt möglich. Die Altenhilfe St. Elisabeth gGmbH aus Wetter betreibt im Landkreis mehrere Corona-Testzentren, eines davon am Steinweg, wo für zwei Tage auch geimpft wird.

Der Standort befindet sich auf dem Hof hinter der Stadtbücherei Marburg. An diesem Freitag und Samstag bietet die gemeinnützige Gesellschaft dort in Kooperation mit der ärztlichen Gemeinschaftspraxis Neuhaus/Oehler/Fink Impfungen mit dem Vakzin von Biontech/Pfizer an. Einen Termin benötigt man nicht. Wie Oliver Pappert, Geschäftsbereichsleiter der Altenhilfe, mitteilt, stehen 220 Impfdosen zur Verfügung, die an den beiden Tagen verteilt werden können.

Die Aktion beginnt am Freitag um 18 Uhr – geimpft wird bis etwa 22 Uhr. Dieselben Zeiten gelten auch für den Samstag. Die Durchführung der Impfungen wird ebenso wie das vorherige Aufklärungsgespräch von den Ärztinnen und Ärzten der Sterzhäuser Gemeinschaftspraxis übernommen. Zur Impfung vorbei kommen kann jeder ab 12 Jahren, der noch nicht geimpft ist. Für Impflinge zwischen 12 und 18 Jahren ist die Anwesenheit eines Erziehungsberechtigten notwendig. Ein Termin muss im Vorfeld nicht vereinbart werden, Interessierte müssen aber einen Ausweis und die Krankenversichertenkarte mitbringen.

Das Angebot – gezielt zentral gelegen und in den Abendstunden – richtet sich speziell an jüngere Menschen, die viele Kontakte haben beziehungsweise am Wochenende sowieso in der Stadt unterwegs sind, etwa auf dem Weg in eine Bar oder zu einer Veranstaltung. Gerade im Rahmen der aktuellen Entwicklungen habe die Altenhilfe spontan diese Form gewählt, um das Ganze so unkompliziert wie möglich zu gestalten und „ein schnelles, niederschwelliges Impfangebot für alle anzubieten“, sagt Pappert. Der Impfstoff wurde über die Praxis besorgt. Da das Impftempo derzeit abnimmt, lag das Vakzin bereits vor, und könne nun praktisch an einem zusätzlichen, zentralen Standort verteilt werden.

Das mache eine Impfung gerade für jene interessanter, die vielleicht aus Bequemlichkeit oder mangels Auto gar nicht erst zum Impfzentrum gehen, „es gibt ja noch genug Leute, die keine Impfung haben, so ist es einfacher“.

In vier Wochen soll dann Anfang September eine erneute Aktion für die zweite Impfung stattfinden. Wer zur ersten Impfung am Wochenende kommt, erhält zur Erinnerung eine Karte mit dem zweiten Termin.

Von Ina Tannert

27.07.2021
27.07.2021