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Marburg Aus für Marburger Survivor-Kandidat
Marburg Aus für Marburger Survivor-Kandidat
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08:00 29.10.2019
Aus für den Marburger Kandidaten Ingo (Zweiter von links). Sein Gruppenkollege Björn (rechts) entschied sich dagegen, Holger (Zweiter von rechts) nach Hause zu schicken. Quelle: Hübner/TV Now
Marburg

Die abenteuerliche Reise ist für den Klinikums-Arzt Dr. Ingo Fischer beendet. In der Nacht zu Dienstag wurde die siebte Folge der im Sommer aufgezeichneten „Survivor“-Show im Fernsehsender Vox ausgestrahlt, bei der es den Marburger Mediziner und Ausdauersportler erwischte.

Und so kam es dazu: Eine Botschaft erreichte die Spieler aus den beiden Gruppen „Koro“ und „Waya“. Sie lautete: „Wählt einen Spieler aus eurer Gruppe aus, der Verhandlungsgeschick und Taktik unter Beweis stellen muss.“ Fernab der Gruppe wurden dann Hauptfeldwebel Björn aus Ostfriesland und Spieleladen-Mitarbeiter Stefan aus Wien als Beauftragte der beiden Gruppen „Koro“ und „Waya“ mit dem Auftrag von großer Tragweite konfrontiert.

Sie mussten sofort entscheiden, welcher Spieler aus einer der beiden Gruppen die Insel und das Spiel noch am gleichen Tag verlassen sollte. Sollten sie keine Einigung erzielen, hätte einer der beiden selbst „Survivor“ verlassen müssen. Stefan war zunächst ratlos: „Ich hätte mit vielem gerechnet, aber dieser Twist hat mich umgehauen.“

Und auch Björn war nicht besonders glücklich und sagte: „Die Verpflichtung, ein Urteil umzusetzen ist eine der härtesten Entscheidungen, die ich in den letzten 20 Tagen treffen musste. Das ist ein unvorstellbarer Druck: Mit einem anderen entscheiden zu müssen, wer von zehn Mann am Ende des Tages keine Flamme mehr haben wird“.

Jeder Kandidat kämpf für sich selbst

Aber dann kam schließlich der Vorschlag von Björn: „Wir machen es taktisch, schnell und hart”. Und dafür wählte er ein Mitglied seiner eigenen Gruppe aus. Zwar sei Holger, ein anderes Mitglied, sehr instabil. Aber Ingo sei sehr viel gefährlicher und er habe ihn schon viel früher loswerden wollen, meinte Björn. Und Stefan, der Beauftragte der anderen Gruppe, ergänzte: „Ich hoffe, dass sich der Ingo richtig ärgern wird.“

So kam es dazu, dass Ingo Fischer im Dickicht von Allianzen und Befindlichkeiten als neunter Kandidat die Südsee-Insel verlassen musste­ und jetzt nicht mehr im Rennen um den Preis von einer halben Million Euro ist. Ingo verabschiedet sich von seinen Mitspielern mit den Worten: „Ich danke euch allen für die Zeit, es hat Spaß gemacht und haltet durch“.

Anschließend erklärte er vor den „Vox“-Kameras: „Das kam sehr überraschend, muss ich sagen. Vor allem, weil ich gestern meine Loyalität meinen männlichen Mitspielern gegenüber deutlich gezeigt hatte und ich davon ausging, dass alle Unebenheiten innerhalb unserer Gruppe behoben waren. Ich bin überrascht, dass sich Björn bei Stefan nicht durchsetzen konnte, den eigentlichen Plan zu spielen, nämlich die Damen zu reduzieren. Sondern dass sie sich für mich entschieden haben.“

Ab sofort heißt es nun: Nach dem Zusammenschluss beider Gruppen kämpft jeder Kandidat für sich selber um den Sieg.     

von Manfred Hitzeroth