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Marburg Langzeitfolgen einer Corona-Infektion
Marburg Langzeitfolgen einer Corona-Infektion
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19:00 23.10.2021
Für eine Studie zum Long Covid-Syndrom am Klinikum werden noch Probanden gesucht.
Für eine Studie zum Long Covid-Syndrom am Klinikum werden noch Probanden gesucht.
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Marburg

Das reicht von Kurzatmigkeit, Herzrasen, Kopfschmerzen bis hin zu verminderter Belastbarkeit und Müdigkeit. Eine Studie soll nun Wege und Möglichkeiten aufzeigen, wie betroffenen Menschen besser geholfen werden kann.

Mit dem Problem Long-Covid beschäftigt sich in Marburg die Klinik für Pneumologie des Universitätsklinikums, die dazu auch mit niedergelassenen pneumologischen Fachpraxen zusammenarbeitet. Der Schwerpunkt der Marburger Forscher liegt dabei auf der modernen Telemedizin und dem Gebrauch von mHealth („mobile Health“). Hierbei handelt es sich um digitale Gesundheitsanwendungen (DiGa), die Echtzeitdaten über wichtige Vitalparameter (Körperfunktionen) der Patienten über ein Smartphone direkt an das Team der betreuenden Ärzte übertragen können. Auf diese Weise kann der Patient dauerhaft aus der Ferne gesundheitlich überwacht werden. Ziel der Forschungsarbeit ist es herauszufinden, wie mithilfe von digitaler Medizin Betroffenen mit Langzeitfolgen einer Corona-Infektion geholfen werden kann.

Zwölf Wochen Betreuung

Betroffene, die unter Langzeitfolgen eine Corona-Infektion leiden und die Forschung unterstützen möchten, können sich jederzeit im Marburger Studienzentrum melden. Die Studienteilnehmer werden für zwölf Wochen betreut. Sie werden dabei mit einem Smartphone und diversen portablen Sensoren, unter anderem einer Armbanduhr zur Erfassung von körperlichen Aktivitäten und einem mobilen Gerät zur Messung der Lungenfunktion (Spirometer) ausgestattet. Regelmäßig werden damit die Vitalparameter erfasst und die Befunde automatisch über das Smartphone an das Forscherteam gesendet.

Kombiniert werden die Messungen durch Erhebung von Information mittels Fragebögen, wie zum Beispiel zur Intensität von Symptomen, der Lebensqualität sowie zur Früherkennung von Depressionen und Angstzuständen. „Wir wollen zeigen, dass die Teilnehmer von der kontinuierlichen Überwachung des gesundheitlichen Zustands mit modernster Technologie profitieren.

Nachweisbare Corona-Erkrankung

Dabei stehen die Ergebnisse nicht nur den Forschern an der Uniklinik zur Verfügung, sondern auch den betreuenden Pneumologen oder auch den eigenen Hausärzten“, betont Professor Claus Vogelmeier, Leiter der Klinik für Pneumologie. Sofern der Teilnehmer dies wünscht, können seine Ärzte die Befunde ebenfalls einsehen und in die Therapie mit einfließen lassen. Interessierte, die an der Studie teilnehmen wollen, sollten nachgewiesen an Corona erkrankt gewesen sein und Symptome wie Atemnot, Erschöpfung oder einen unregelmäßigen Herzschlag aufweisen.

Teilnahme

Wer im Studienzentrum Marburg teilnehmen möchte, erhält weitere Informationen unter: 01 51 / 42 43 86 49 oder per E-Mail unter UMRPneumologie@ gmail.com.

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