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Marburg Streckenschäden erschweren Radsport
Marburg Streckenschäden erschweren Radsport
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07:57 30.12.2019
Luca Jung springt mit seinem Mountainbike über das teilweise zerstörte Hindernis auf der Downhill-Strecke. Quelle: Tobias Hirsch
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Marburg

Die Mitglieder des Mountainbike-Vereins „freestyle Marburg“ sind entsetzt: Ausgerechnet kurz vor Weihnachten wurde ihre Strecke verwüstet und einige Streckenelemente wurden zerstört. Tim Sator hatte die Zerstörungen am Montag, 16. Dezember, gegen 11.30 Uhr entdeckt. Da aktive Mountainbiker noch am Samstag davor die noch intakte Strecke benutzt hatten, müssen die Verwüstungen dazwischen passiert sein.

Tim Sator hat alles genau mit der Kamera aufgenommen, sodass er die Vielzahl der Schäden dokumentieren konnte. So wurden bei einigen Hindernissen auf dem mehr als einen Kilometer bergab durch den Wald führenden Parcours die tragenden Holzbalken einfach herausgerissen und daneben verstreut. Besonders gefährlich ist dies bei den hölzernen „Brückenstegen“, die am Ende eines Hindernisses aufgebaut waren, um Fahranfängern das gefahrlose Aufkommen zu erleichtern. Für versierte Fahrer stellt dies zwar kein Problem dar, weil sie so weit springen können, dass sie die „Hilfsbrücke“ einfach überspringen können. Beim Vorort-Termin im Wald demonstrierte dies Tim Sator der OP eindrucksvoll.

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Trail ist mit Schildern markiert

Dennoch findet er die ganze Aktion sehr unverständlich und unfair von denjenigen, die die Strecke zerstört haben.

Denn schließlich befindet sich der von den Vereinsmitgliedern mit viel Aufwand hergerichtete Parcours mit zahlreichen rasanten Kurven und Hindernissen eindeutig abseits der markierten Wanderrouten und ist zudem mit einem deutlichen Hinweisschild markiert.

Besonders schade ist es aus Sicht des Vereinsvorsitzenden Marco Scheithauer, dass es jetzt zum wiederholten Male Zerstörungen an der Strecke gegeben hat, wie er im Gespräch mit der OP erläutert. Deswegen hat Scheithauer für den Verein jetzt auch Anzeige bei der Polizei erstattet.

Schaden ist riesig

Weil das Fahren auf dem Parcours mit dem Mountainbike auch im Winter bei gutem und nicht zu feuchten Wetter möglich ist, soll die Strecke jetzt wieder hergerichtet werden. Verbunden damit kein sehr hoher finanzieller Aufwand.

Denn prinzipiell darf der Verein nach Absprache mit dem Forstamt sowieso nur Materialien direkt aus dem Wald für die Aufbauten auf der Strecke verwenden. Doch insgesamt bedeutet es für die Mitglieder ­wieder einige Stunden zeit­lichen Aufwands und viel Mühe, um die für ihr sportliches Hobby benötigte Strecke wieder in Schuss zu bekommen.

Immerhin etwas mehr als 90 Mitglieder hat der Verein, vom Schulkind bis zum 50-Jährigen ist eine große Generationen­breite vorhanden. Und dass sie mit viel Spaß, Elan und Geschicklichkeit trotz aller Störfeuer fahren, das demonstrierten Samira Faulke, Luca Jung, Sascha Roth und Tim Sator beim Termin für die OP mit Nachdruck. Mehr Infos zum Verein gibt es auf der Homepage unter https://fliegewiese.org/

  • Die Polizei bittet um Hin­weise zu den Zerstörungen auf der Downhill-Strecke unter der Telefonnummer 0 64 21/40 6-0.

von Manfred Hitzeroth