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Marburg Stein von Brücke geworfen
Marburg Stein von Brücke geworfen
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14:16 10.08.2020
Quelle: Thorsten Richter
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Marburg

Gegen Mitternacht überholte in der Nacht zu Samstag auf der Stadtautobahn hinter der Auffahrt Marburg-Mitte ein Autofahrer einen anderen. Als die Fahrzeuge nebeneinander fuhren und die Fußgängerbrücke bei der Adolf-reichwein-Schule passierten, habe es einen lauten Knall gegeben, teilt die Polizei mit. 

Eine Kollision der Autos hatte es nicht gegeben. Beide Autofahrer bremsten, einer hielt sogar kurz an. Im Rückspiegel sah er auf der Brücke mehrere Personen, die er aber nicht näher beschreiben konnte. Als er die Strecke sozusagen nochmal kontrollierte, waren die Personen von der Brücke und auch der andere Autofahrer verschwunden. 

Dieser Autofahrer wird nun gesucht und gebeten, sich bei der Polizei zu melden.

Die Ordnungshüter fanden auf dem linken Fahrstreifen der Richtungsfahrbahn nach Kassel einen faustgroßen Stein sowie mehrere abgesplitterte Teile davon. Der Stein hatte die beiden Autos wohl verfehlt und war offenbar auf die Straße aufgeschlagen. 

Vergangene Woche warfen Jugendliche einen Gegenstand auf die Fahrbahn

Bereits in der vergangenen Woche hatte die Polizei Hessen davon berichtet, dass scheinbar Jugendliche just in dem Zeitpunkt etwas von der Fußgängerbrücke am Südbahnhof fallen ließen, als ein orangefarbener Ford Ranger passierte. Trotz sofortigen starken Bremsens prallte der Gegenstand auf die Windschutzscheibe und beschädigte diese. Die Jungs auf der Brücke waren danach verschwunden.

Der Autofahrer beschrieb sie als etwa 15 Jahre alt. Einer habe ein weißes T-Shirt und eine Sonnebrille getragen und hatte dunkle, an den Seiten kurze Haare. Es ließ sich nicht ermitteln, was die Scheibe getroffen hat. Die Polizei suchte und sucht weiterhin Zeugen dieses Geschehens vom Mittwoch (5. August) gegen 16.40 Uhr? 

 "Egal, ob es sich in diesen Fällen um wissentlich und willentliches Handeln oder um Unachtsamkeit oder Gedankenlosigkeit handelt. Es ist extrem gefährlich und die Folgen liegen auf der Hand. So etwas bedeutet Lebensgefahr für die Fahrzeugführer, die meist automatisiert und mit unabsehbaren Folgen reagieren. Die Polizei ermittelt in beiden Fällen wegen des Verdacht eines gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr", erläutert Polizeisprecher Martin Ahlich.

Aus diesem Grund rät die Polizei zu besonderer Aufmerksamkeit beim Passieren von Brücken und bittet um sofortige Meldung, wenn sich auf der Brücke Personen auf- und verdächtig verhalten, unter Telefon 06421/4060.