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Marburg Breitband für mehr als 500 Unternehmen
Marburg Breitband für mehr als 500 Unternehmen
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16:33 19.08.2019
Symbolbild: Glasfaserkabel sollen für schnelles Internet sorgen. Quelle: Sina Schuldt
Marburg

Nach dem Startschuss in Gladenbach sollen die restlichen Unternehmen ebenso wie die 75 kreiseigenen Schulen an das Glasfasernetz angebunden sein. Damit wird eine Up- und Downloadrate von 1 GBit/s möglich. Das ist das Ziel der Zusammenarbeit zwischen dem Landkreis Marburg-Biedenkopf, der Breitband Marburg-Biedenkopf GmbH und der Deutschen Telekom.

Bereits im kommenden Jahr sollen die Arbeiten beendet sein. Dann werde der Landkreis Marburg-Biedenkopf „eine der besten Breitbandversorgungen im ländlichen Raum bundesweit haben“, sagte Landrätin Kirsten Fründt (SPD). Bereits jetzt liege man bei der Versorgung von mindestens 50 Mbit/s im Vergleich zu anderen ländlich geprägten Landkreisen oberhalb des Bundesdurchschnitts. Knapp 82 Prozent seien es im Bundesdurchschnitt, im heimischen Landkreis dagegen liege die Versorgung bei 88 Prozent.

Mit der Erhöhung der Uploadrate auf bis zu 40 Mbit/s und der Downloadrate auf bis zu 250 Mb/s bei etwa 5.500 Privathaushalten mit Hilfe des Vectoring- oder Supervectoring-Verfahrens ist ein Teil weitestgehend schon erledigt. Es folgen die direkten Glasfaseranschlüsse für die Schulen und Unternehmensstandorte.

Hintergrund

  • Die Kosten belaufen sich auf insgesamt rund 10,9 Millionen Euro, wovon der Bund fast 5,5 und das Land Hessen 3 Millionen Euro übernehmen. Die verbleibenden etwa 2,4 Millionen Euro teilen sich Kommunen und Landkreis je zur Hälfte. Den Eigenanteil für die Kosten für den Ausbau an den Schulen trägt der Landkreis selbst. Darüber hinaus wird der Landkreis die anfallenden Projektkosten in der Breitband GmbH während der Durchführung des Projektes übernehmen.
  • Schulen und Gewerbe werden im Rahmen des Ausbaus mit FTTH-Anschlüssen („Fibre-To-The Home“), also mit Glasfaser bis in das Gebäude versorgt. Für private Haushalte ist ein FTTC-Ausbau („Fibre-To-The-Curb“ – Glasfaser bis an den Bürgersteig) vorgesehen. Dort bleibt die Kupferleitung vom Multifunktionsgehäuse bis zum Gebäude bestehen. Die möglichen Bandbreiten werden dort mit Vectoring oder mit Supervectoring auf bis zu 250 Mbit/s verbessert.
  • In Marburg-Biedenkopf wurde bereits 2015 ein erstes Ausbauprojekt mit einer Versorgung von über 95 Prozent der Haushalte und Gewerbestandorte mit 25 Mbit/s in Zusammenarbeit mit der Deutschen Telekom erfolgreich abgeschlossen.