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Marburg Stärken und Intentionen
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15:59 13.05.2022
OP-Wahlforum am 8.5.22 zur Landratswahl mit den Kandidaten Jens Womelsdorf (SPD), Marian Zachow (CDU), Carola Carius (Grüne), Anna Hofmann (Die Linke), Thomas Riedel (FDP) und Dr. Frank Michler (WDMR). Moderiert wurde die Veranstaltung von den OP-Redakteuren Carsten Beckmann, Ina Tannert und Nadine Weigel.
OP-Wahlforum am 8.5.22 zur Landratswahl mit den Kandidaten Jens Womelsdorf (SPD), Marian Zachow (CDU), Carola Carius (Grüne), Anna Hofmann (Die Linke), Thomas Riedel (FDP) und Dr. Frank Michler (WDMR). Moderiert wurde die Veranstaltung von den OP-Redakteuren Carsten Beckmann, Ina Tannert und Nadine Weigel. Quelle: Thorsten Richter
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Am Ende des OP-Wahltalks am Sonntagnachmittag sollten die sechs Kandidaten und Kandidatinnen für die Wahl des Landrates oder der Landrätin zwei Fragen schnell beantworten.

Schlussfrage: Wo sehen Sie Ihre Stärken als Verwaltungschef bzw. -chefin auch im Kontakt mit den Bürgern?

Thomas Riedel (FDP): Meine Dialogbereitschaft. Ich kann mich sehr gut auf Menschen einstellen, bin offen, ehrlich und zuversichtlich. Dazu muss eine gewisse Sachlichkeit in dienstlichen Dingen hinzukommen und Entscheidungsfreudigkeit.

Anna Hofmann (Die Linke): Es müsste die Bürgerbeteiligung weiter gestärkt werden, statt durch die jetzigen Verfahren Zustimmung zu generieren, zum Beispiel wie jetzt bei den Radwegen. Da hätte ich schon realistische Konzepte parat, statt Scheinwelten zu kreieren. Die Werkzeuge dazu seien Beiräte.

Marian Zachow (CDU): Die Kunst von Politik und der Führung einer Verwaltung ähnelt sich. Es geht darum, zuzuhören, wo der Schuh die Menschen drückt, daraus gute Ideen zu entwickeln und diese umzusetzen. Beim gut Zuhören habe ich eine Stärke.

Dr. Frank Michler (Bürgerliste Weiterdenken): Politik ist auch der Ausgleich zwischen widerstreitenden Interessen wie zum Beispiel bei Infrastrukturprojekten. Ich kann gut zuhören, eine andere Stärke ist, kritische, oft ausgeklammerte Themen anzusprechen.

Carola Carius (Grüne): Sicherlich viel Erfahrung im Verwaltungshandeln aus meiner Tätigkeit beim RP. Ich kann ohne Vorbehalte mit Menschen sprechen und Projekte voranbringen.

Jens Womelsdorf (SPD): Ich möchte nicht nur reden, sondern am Ende anpacken. Ich suche ganz viel den direkten Kontakt, um Impulse aufzugreifen, auch eigene Ideen einzubringen, in Konzepte zu gießen und umzusetzen.

„Ich will Landrat bzw. Landrätin werden, weil ...“

Am Ende galt es noch, folgenden Satz zu vervollständigen: „Ich will Landrat bzw. Landrätin werden, weil ...“

Anna Hofmann: „.. ich mich für Geflüchtete einsetze, für Menschen in Not und Armut, eine sozialökonomische Wende einfordere, die tatsächlich den Klimaumbau und das Soziale gleichzeitig bedenkt.“

Jens Womelsdorf: „… ich will nicht nur verwalten, sondern auch gestalten. Das will ich gemeinsam mit Bürgerinnen und Bürgern, mit Verbänden, Vereinen, Ehrenamtlichen und Unternehmen tun.“

Carola Carius: „… ich möchte mich mit den Menschen im Landkreis gemeinsam auf den Weg begeben, endlich die Dinge anzupacken, die seit vielen Jahren anstehen. Das sind die Energiewende, der Klimaschutz, die Chancengleichheit, für das Miteinander, das gegenseitige Verstehen und dass wir unsere Ressourcen klug einsetzen statt uns gegenseitig das Wasser abzugraben.“

Thomas Riedel: „… es wäre mal an der Zeit, dass eine andere Partei als CDU und SPD den Landrat stellen, damit frischer Wind in die Politik kommt, natürlich Zusammenarbeit mit allen Mitarbeitern des Landratsamtes und im Dialog mit den Bürgerinnen und Bürgern.“

Dr. Frank Michler: „… ich setze mich gerade auf lokaler Ebene für eine grundsätzlich andere Ausrichtung der fehlgeleiteten Corona-Politik ein. Eine freie Impfentscheidung hat auch auf lokaler Ebene eine große Bedeutung. Es gibt immer noch die einrichtungsbezogene Impfpflicht, die Menschen aus ihren Berufen herausdrängt. Ich setze mich für einen faireren öffentlichen Diskurs ein, weil diese Themen häufig ausgeklammert werden und da sehe ich viel Nachholbedarf.“

Marian Zachow: „… weil ich mit meiner Familie sehr gerne in diesem Landkreis lebe und dafür sorgen möchte, dass dieser Landkreis weiterhin erfolgreich arbeitet. Ich will meine Erfahrung einbringen, die ich in den letzten acht Jahren gemeinsam mit Kirsten Fründt sammeln konnte. Wir haben den Landkreis durch manche Krisen steuern müssen, wir haben auch manche Weiche stellen können und ich will mit dieser Erfahrung versuchen, hart weiterzuarbeiten, damit der Landkreis in eine gute Zukunft kommt und die Krisen bewältigt und die Erfolge auch fortsetzen kann.“

Von Gianfranco Fain