Unter dem Titel „Marburger Freiraum“ sollen die Schaufensterflächen leerstehender Geschäfte – in Absprache mit den Hausbesitzern – mit Folie beklebt werden, um eine schönere Optik zu schaffen. Denn die nach dem Auszug hinterlassenen Flächen seien „hinsichtlich ihrer optischen Gestaltung sehr uneinheitlich“, so Stadtmarketing-Geschäftsführer Jan-Bernd Röllmann in seiner Projektskizze.
Die Idee: Hausbesitzer können aus fünf unterschiedlichen Motiven eines auswählen, mit dem dann die Schaufensterfläche maximal bis zu einer Höhe von 1,50 Metern beklebt wird – für die Vermieter kostenlos. Allen Motiven gemein ist das Logo „Marburger Freiraum“, zudem sollen auf einer Info-Fläche direkt die Kontaktdaten des Vermieters und auch die Fläche des Ladenlokals zu sehen sein. Und: Es gibt „Gucklöcher“, damit etwa auch Rollstuhlfahrer und Kinder in den Laden schauen können. „Es geht nicht darum, die Leerstände zu verstecken, sondern sie positiv zu präsentieren“, verdeutlicht Röllmann.
Oberbürgermeister Dr. Thomas Spies (SPD) betont, man müsse jetzt handeln, damit die nicht immer schönen Flächen nicht einen „selbstverstärkenden Effekt“ auf das Umfeld und somit weitere Händler hätten. Langfristig sei es das Ziel, mit dem Projekt „Händler und Vermieter an einen Tisch zu bekommen“.
von Andreas Schmidt
Einen ausführlichen Bericht zum Projekt lesen Sie hier. (Artikel ist nach Anmeldung für OP-Leser zugänglich.)