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Marburg Das Bier floss nach nur zwei Schlägen
Marburg Das Bier floss nach nur zwei Schlägen
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15:38 13.07.2019
Unter Regenschirmen trauten sich ein paar hartgesottene Drachenbootpaddler an die Hauptbühne auf den Marktplatz, um das Freibier von Oberbürgermeister Dr. Thomas Spies entgegenzunehmen. Foto: Nadine Weigel
Marburg

Der Froschkönig fand den Dauerregen am Freitag gar nicht so schlimm. „Ich fühle mich wohl!“, sagte Ferdinand Marx lachend. Er ist Teil des Drachenboot-Teams „Märchenboot CSL“, das bei der Eröffnung von „3 Tage Marburg“ auf dem Marktplatz war.

Bei „ausreichend schönem Wetter“ eröffnete Katharina Deppe vom organisierenden Marbuch-Verlag das 22. Stadtfest zusammen mit Oberbürgermeister Dr. Thomas Spies. Sie begrüßten unter anderem den hauptamtlichen Magistrat auf der Marktplatzbühne.

„Das Stadtfest sind die drei Tage, an denen die ganze Stadt und ihre Gäste miteinander feiern“, betonte Spies bei seiner Begrüßung vor leerer Bühne, aber vollen Sonnenschirmen. 
„3 Tage Marburg“ sei ein wichtiges kulturelles Ereignis für den Zusammenhalt der Stadt, „weil so viele unterschiedliche Menschen in unserer Stadt leben.“

Ganz schön nass war der traditionelle Fassbieranstich, der Freitagabend 3TM eröffnete. Auch der Rest des Freitags war nass. Richtig nass. (Fotos: Nadine Weigel)

Und er betonte: „Das Stadtfest wird es trotz Klimanotstand auch im nächsten Jahr und den darauffolgenden Jahren geben!“ Man müsse halt schauen, „wie wir es machen. Mit mehr Ökostrom vielleicht.“ Dann band er sich die Schürze um, und nach nur zwei Schlägen floss das Bier aus dem Fass. Dann erst wurde es vor der Bühne voller, denn die Hartgesottenen holten sich ihr Freibier ab.

Seit 2015 startet die CSL-Belegschaft 

Darunter Aladin, Robin Hood, Rotkäppchen, Schneewittchen und der Froschkönig vom Märchenboot CSL. „Welches Boot ist super schnell?“ rief der Sultan Rebar Bamery. „Das Märchenboot CSL“, antwortete sein Team und lachte laut. „Wir waren schon alles: Piraten, Indianer, Ägypter, Hippies“, zählte der CSL-Mitarbeiter auf. Dieses Mal entschied man sich im Frühjahr für die Märchenfiguren. Gut 25 Mitarbeiter zählt das Team, „Hauptsache, 21 sitzen im Boot“, sagt der Teamchef. Denn durch Krankheit und Schichtarbeit können nicht immer alle dabei sein, sowohl beim Training als auch beim Wettkampf.

Seit 2015 startet die CSL-Belegschaft jedes Jahr beim Drachenbootrennen des Stadtfestes. „Dabei sind schon einige Freundschaften entstanden, und die Identifikation mit dem Unternehmen ist bei denen, die mitpaddeln, sehr gewachsen“, zieht Rebar Bamery ein positives Fazit. Die gesamte Belegschaft nehme Anteil an den Erfolgen und auch Niederlagen.

Drachenboot-Spektakel am Samstag 

Das erhoffen sich auch die Einhörner von GSK. Nach der Umstrukturierung stellt das Unternehmen erstmals wieder eine Mannschaft. „Und trotzdem werden wir gewinnen“, gibt sich Mara Willmeroth kämpferisch. Der Name und die Kostümierung wären die Idee vom Betriebsrat und der Unternehmenskommunikation gewesen, berichtet Julia Bloes aus eben dieser Abteilung.

„Einen besonderen Mitarbeiter bezeichnet man auch als Einhorn. Und weil wir 240 Einhörner haben, lag der Name auf der Hand“, erklärt sie. Wie oft sie trainiert hätten, wollte Bloes aber nicht preisgeben. Nur eins stand schon am Freitagabend fest: „Schluckt unseren Glitzerstaub“, sagten die Einhörner in Richtung des Märchenbootes. Die sahen in den Fabelwesen allerdings keine Konkurrenz, „allerhöchstens Mitbewerber“, so Robin Hood.

Was, wann, wo? Das Programm zum Stadtfest findet Ihr hier.

von Katja Peters