Marburg. Die Ockershäuser Allee ist eine der attraktivsten Marburger Innenstadtlagen mit noch freien, bebaubaren Flächen. 1,7 Hektar groß ist allein das Gebiet, das jetzt mit einem Bebauungsplan geschützt werden soll. Der Aufstellungsbeschluss soll in der Januar-Sitzung der Stadtverordneten getroffen werden. Am Donnerstagabend ist er ab 18 Uhr Thema im Bauausschuss (Sitzungssaal Barfüßerstraße 11).
Die Stadt sieht akuten „Handlungsbedarf“, da ein „Veränderungsdruck“ bestehe. Es gebe „Begehrlichkeiten, die Baulücken sowie die rückwärtigen Gärten mit überdimensionierten Gebäuden zu bebauen“, sagte Bürgermeister Dr. Franz Kahle im Gespräch mit der OP.
Mit dem Aufstellungsbeschluss hätte die Stadt drei Jahre Zeit, einen Bebauungsplan zu entwickeln. Gleichzeitig kann sie in dieser Zeit Baugesuche zurückweisen. Baudezernent Kahle sagte am Dienstag gegenüber der OP: „Wir wollen nicht verhindern, dass dort gebaut wird. Wir wollen aber erreichen, dass dort dem Quartier angemessen gebaut wird.“
Der künftige Bebauungsplan soll Gebäude vorschreiben, die „die Typologie der vorhandenen zwei- bis dreigeschossigen Bebauung aufnehmen", heißt es in der Begründung. Zudem sollen die Grünstruktur der Gärten und die bereits bestehenden Gebäude erhalten werden.
von Uwe Badouin
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