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Marburg Jetzt spreche ich!
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09:00 12.06.2021
Über die Homepage www.marburgspricht.de können sich Teilnehmer registrieren. Foto: Thorsten Richter
Über die Homepage www.marburgspricht.de können sich Teilnehmer registrieren.  Quelle: Thorsten Richter
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Marburg​

Entwickelt wurde die Dialog-Plattform, die man mit einem Datingportal vergleichen könnte, von ZEIT ONLINE. Unter dem Namen „Deutschland spricht“ hat das Nachrichtenportal zur Bundestagswahl 2017 tausende politisch Interessierte an einem Sonntag zum Zwiegespräch zusammengebracht. 

Nun kommt das erfolgreiche Konzept nach Marburg. Aus „Deutschland spricht“ wird „Marburg spricht“. In Kooperation mit ZEIT ONLINE laden die Stadt Marburg und die Oberhessische Presse zum Dialog über die brennenden Themen in der Universitätsstadt ein – zum ersten Mal überhaupt findet das Dialogformat auf kommunaler Ebene statt.

Menschen, die politisch unterschiedlich denken, werden ins Gespräch gebracht. Mit Vorurteilen, Klischees und Stereotypen soll aufgeräumt werden. So können sich den Teilnehmern neue Sichtweisen eröffnen. Und wer weiß, vielleicht sind sich die Gesprächspartner doch ähnlicher als erwartet.

Wer noch zweifelt, aus welchem Grund man an der Aktion teilnehmen sollte, dem entgegnet Dr. Griet Newiger-Addy, Leitern des Fachdienstes Bürgerinnenbeteiligung der Stadtverwaltung: „Aus Neugierde.“ Man erlebe etwas völlig Neues. Bei den Dialog-Treffen gehe es nicht darum, den anderen von seiner Meinung zu überzeugen, sondern darum, zuzuhören und Argumente auszutauschen. „Wir leben in einer gemeinsamen Welt, für die wir gemeinsam etwas tun können“, sagt Newiger-Addy.

Die Auswahl der Gesprächspartner übernimmt ein Algorithmus. Es werden Paare aus jeweils zwei Teilnehmern gebildet, die unterschiedliche Meinungen vertreten. Zum „Blind Date“ können sich Marburger, die über aktuelle Themen diskutieren möchten, noch bis zum 20. Juni anmelden.  Anschließend werden den Bewerberinnen und Bewerbern Fragen zu acht kontroversen Themen gestellt, die vielen unter den Nägel brennen dürften, die nur mit Ja oder Nein beantwortet werden können. Zum Beispiel die Frage „Werden Autofahrende in Marburg zu sehr benachteiligt?“ oder „Sollten für mehr preiswerten Wohnraum Enteignungen ermöglicht werden?“ Gekrönt wird die Aktion durch einen direkten Austausch in Form eines Dialog-Treffens. Dieses wird am 4. Juli ab 16 Uhr stattfinden – im Erwin-Piscator-Haus, im Park, in Videokonferenzen, per Smartphone oder an einem anderen Ort.

Bevor es aber zur Sache geht, findet ab 15 Uhr eine per Livestream übertragene Auftaktveranstaltung statt. Moderator ist auch ein Mann der vielen Worte, der Poetry-Slam-Meister Lars Ruppel. Für das Medienhaus HITZEROTH DRUCK+MEDIEN ist die Dialog-Plattform ein spannendes Experiment mit Menschen und ihren Meinungen, die sich wiederum in unserem Medium wiederfinden sollen.

„Wir freuen uns, dass wir als lokales Medienhaus an der großartigen Aktion beteiligt sind und ich freue mich auf die spannenden Dialoge“, sagt Ileri Meier, Geschäftsführerin HITZEROTH DRUCK+MEDIEN. Die Corona-Pandemie hat zwar den Zeitplan etwas verschoben, aber jetzt geht es um Ihre Meinung.

Anmeldung

Bis zum 20. Juni ​läuft die Anmeldefrist für eine Registrierung zu „Marburg spricht“. Eine Anmeldung ist über die Homepage www.marburgspricht.de möglich. 

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