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Marburg Kirche bleibt bestehen, neue Räume für Kindergarten und Hochschulgemeinde
Marburg Kirche bleibt bestehen, neue Räume für Kindergarten und Hochschulgemeinde
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15:01 10.01.2022
Die Bauarbeiten sollen im März beginnen. (Symbolfoto)
Die Bauarbeiten sollen im März beginnen. (Symbolfoto) Quelle: Thorsten Richter
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Marburg

Nach vielen Jahren der Planung geht es nun endlich los: Neben der denkmalgeschützten Kirche wird die katholische Kirchengemeinde St. Peter und Paul in den nächsten Jahren einen Neubau eines Architektenteams aus Fulda realisieren, der im Jahr 2018 im Rahmen eines Architektenwettbewerbs als Siegerprojekt überzeugte.

Das Areal rund um die Kirche St. Peter und Peter soll bis 2024 bebaut werden; unter anderem mit einem größeren Kindergarten, einem Foyer mit Bistro, einem neuen Gemeindesaal mit unterteilbaren Räumen, Flächen für Verwaltung und Gruppen, die Katholische Hochschulgemeinde sowie Appartements für 14 Studierende, einen Gast und zwei Priesterwohnungen. Hier soll ein lebendiger Ort entstehen, ein Haus der Begegnung, wo sich Menschen mitten in der Stadt in unmittelbarer Nachbarschaft von Kunst und Wissenschaft treffen und austauschen können. Nachdem im ersten Halbjahr 2021 die Bauanträge eingereicht und im zweiten Halbjahr für alle bisherigen Nutzerinnen und Nutzer der Altgebäude Ersatzräume gefunden wurden, sind nun die Bauzäune um das Gelände herum errichtet und erste Baufahrzeuge angerückt.

Bauarbeiten sollen im März beginnen

Ab heute beginnt der Rückbau einzelner Gebäude aus den frühen 50er-Jahren und schon im März 2022 soll es dann mit den Bauarbeiten auf dem gesamten Gelände rings um die Kirche St. Peter und Paul losgehen.
Ein markantes ästhetisches Augenmerk, so Pfarrer Klaus Nentwich, sind der neue Kirchplatz und die transparente Glasfassade mit den begehbaren Außen-Kolonnaden zur Biegenstraße. Hier, an der Ostseite, öffnet sich ein großzügiges, über zwei Ebenen angelegtes Foyer als zentraler Verweil- und Verteilort für die vielfältigen angrenzenden Nutzungen mit öffentlichem Bistro und mehr.

Besonders in der Abendwirkung wird die helle Glasfassade eine große Leuchtkraft und Präsenz im öffentlichen Raum entfalten. Wie beim Vorgängerbau befindet sich in diesem Flügel der neue Gemeindesaal. Er wird über eine vorgelagerte Galeriezone erschlossen, bietet Raum für größere Veranstaltungen (möbliert 144 Sitzplätze, unmöbliert 199 Stehplätze), ist aber für andere Nutzungen teilbar. Auch die neuen Räume der Gemeindeverwaltung im Gartenflügel sind über das Foyer zu erreichen.
Hier befindet sich auch das Bistro, das alle Menschen der Stadt zum Verweilen einlädt. Ein attraktives kulinarisches, kulturelles und spirituelles Angebot ist geplant. Neben rund 32 Sitzplätzen im Innenbereich entstehen auf der Terrasse vor dem Gebäude weitere 48 Sitzplätze.
Während sich die Ostfassade als ein offenes, transparentes und belebtes Architekturelement zur Straße hin öffnet, entsteht zur Gartenseite hin dann ein komplett abgeschlossener Bereich für den Kindergarten mit einem separaten Eingang an der Westseite des Neubaus (Johannes-Müller-Straße).

Der Kindergarten wird um eine dritte Gruppe erweitert und kann damit 75 Kinder im Alter von 3 bis 6 Jahren aufnehmen. Alle drei neuen Gruppenräume haben bodentiefe Fenster und ermöglichen den direkten Zugang zum Garten.
Der Neubau wird im KfW Standard 55 errichtet und über das im Quartier vorhandene Leitungsnetz energieeffizient mit Wärme versorgt. Auf dem begrünten Dach befinden sich Flächen für Photovoltaikanlagen.
Aktuell ist geplant, dass der Neubau im Sommer 2024 eingeweiht werden kann.

10.01.2022
10.01.2022