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Marburg Sparkasse hat weitere Baupläne
Marburg Sparkasse hat weitere Baupläne
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14:00 12.04.2019
Auch die Geschäftsstelle in Niederweimar könnte laut Andreas Bartsch vergrößert werden. Denkbar sei, das Gebäude an der vorderen Ecke bis ungefähr zum Gehweg zu erweitern und so einen Beratungsraum zu gewinnen.  Quelle: Andreas Schmidt
Marburg

Andreas Schulz, Bürgermeister im Ebsdorfergrund, hatte es kürzlich bereits verkündet: Die Sparkasse werde in der „Sonnenscheingemeinde“ neu bauen. Das bestätigt auch Andreas Bartsch, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Marburg-Biedenkopf, auf Anfrage der OP.

Für Bartsch ist klar: „Der Ebsdorfer Grund ist für uns ein wichtiges Gebiet. Der Neubau ist auch ein klares Bekenntnis zur Region.“ Es sei der Sparkasse wichtig, „dort mit mindestens einer großen Geschäftsstelle vertreten zu sein.“ Schon lange wolle man eine bessere Lösung als die derzeitige Filiale in Dreihausen – um sowohl für die Kunden als auch für die Mitarbeiter eine deutliche Verbesserung zu erreichen. Dazu habe es bisher zahlreiche Überlegungen gegeben, die jedoch alle nicht gefruchtet hätten.

Bürgermeister Schulz sei schließlich auf die Sparkasse zugekommen, einen Standort im Gewerbegebiet Heskem zu entwickeln – dort wird sich auch ein Supermarkt ansiedeln. „Das passte schließlich“, sagt Bartsch, denn: „Wir wollen dort mit der Geschäftsstelle sein, wo auch die Leute sind – also bei dem Nahversorger.“ Man habe dort die Möglichkeit, „ein ordentliches Gebäude zu errichten, es gibt genügend Parkplätze“, fasst Bartsch zusammen. Hinzu komme eine hervorragende Verkehrsanbindung, zudem sei dort auch eine Bushaltestelle geplant. Wie man mit den Geschäftsstellen Ebsdorf und Dreihausen „im Interesse der Kunden verfahren wird, müssen wir noch abschließend entscheiden“, sagt der Vorstandsvorsitzende. Klar sei jedoch, „dass eine flächendeckende Versorgung mit Bargeld und Bankdienstleistungen sichergestellt ist“. Entschieden werden müsse auch noch, wie der Neubau ausfallen werde – ob ein- oder zweigeschossig, „das steht alles noch nicht final fest“, so Bartsch.

Die Investitionssumme würde zwischen 1,2 und 1,5 Millionen Euro – je nach Ausführung – betragen, zudem gebe es „einen ersten groben Entwurf, der dann noch verfeinert wird“, sagt Bartsch. Gebaut wird auf einem 1758 Quadratmeter großen Grundstück, „die Fertigstellung ist für Herbst 2020 geplant“.

Das sind aber noch nicht alle Bautätigkeiten. So hätte die Sparkasse gerne in Niederweimar neu gebaut – am neuen Aldi-Standort gegenüber des derzeitigen Markts. Doch habe sich vonseiten des Discounters alles verzögert, sodass nun auch eine Erweiterung des Bestandsgebäudes möglich sei, „um einen weiteren Beratungsraum zu haben – Bedarf wäre da“.

Die Planungen für den Neubau in Stadtallendorf schreiten laut Bartsch ebenfalls voran. „Dort haben wir jetzt einen Architektenwettbewerb ausgeschrieben“, sagt er. Ziel sei, vielleicht noch in diesem Jahr, „spätestens aber zu Beginn nächsten Jahres“ den Spatenstich zu haben.

In Biedenkopf wird der Neubau noch vor dem Grenzgang fertiggestellt sein, „das schaffen wir auch, denn am 19. Juni findet in den neuen Räumen die Übergabe der Grenzgangplakette statt“, sagt Andreas Bartsch.

Auch in Niedereisenhausen und Dautphe wird neu gebaut.

Ein neuer Geldautomatenstandort wird im neu zu schaffenden Norma-Markt in Bürgeln entstehen.

von Andreas Schmidt