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Marburg Sommerlad klagt erneut auf Öffnung
Marburg Sommerlad klagt erneut auf Öffnung
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20:58 26.02.2021
Frank Sommerlad zeigte vergangenen April, dass die Einhaltung von Hygienevorschriften in seinem großen Einrichtungshaus problemlos möglich wäre.
Frank Sommerlad zeigte vergangenen April, dass die Einhaltung von Hygienevorschriften in seinem großen Einrichtungshaus problemlos möglich wäre. Quelle: Privatfoto
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Gießen

Die Einrichtungshäuser R. Sommerlad GmbH & Co. KG hat laut Mitteilung am Donnerstag eine entsprechende Klage gegen die derzeitige Verbotspolitik von Bundesregierung und den Ländern eingereicht. Das Unternehmen gehört zu einem Zusammenschluss von zehn Unternehmen in sieben Bundesländern, die parallel klagen. Organisiert sind die Einrichtungshäuser in der „Begros Bedarfsgüter Großhandelsgesellschaft für Wohnung und Heim mbH“ mit Sitz in Oberhausen. Die Gesellschaft gilt als Interessensvertreter der Branche.

Die Klageschrift sei dem jeweils zuständigen Verwaltungsgericht zugestellt worden. Die Unternehmen sähen die Verhältnismäßigkeit der derzeitig gültigen Verordnungen als nicht mehr gegeben an und klagen insbesondere gegen die Ungleichbehandlung auf der Fläche gegenüber anderen Branchen. Statt gegeneinander wolle man gemeinsam mit anderen Betroffenen an einem Strang ziehen. Es gehe nicht mehr nur um das eigene Geschäft, sondern um die Zukunft des Landes, heißt es. Statt Lösungen anzustreben, in denen die Pandemie wirksam bekämpft werde, indem der Mittelstand seine Tatkraft, Kreativität und Gemeinschaftssinn nutze, „wird er derzeit sehenden Auges gegen die Wand gefahren“, heißt es weiter.

Gleichzeitig weisen die Einrichtungshäuser darauf hin, dass die Gesundheit der Angestellten und der Kundschaft oberste Priorität genieße. Deshalb verpflichten sie sich im Falle einer Öffnung auf ein umfangreiches Hygienekonzept einschließlich der Erprobung einer Eingangskontrolle durch eine Filterschleuse mit Schnelltests. Dies wäre aus Sicht der Unternehmen ein Paradigmenwechsel: „Mehr Sicherheit nicht trotz einer Öffnung, sondern wegen einer Öffnung.“ Denn diese Vorgehensweise stütze „aktiv die Bekämpfung der Pandemie und entlaste die örtlichen Institutionen“, heißt es in der Mitteilung.

Die Einrichtungshäuser lassen demnach den Probebetrieb auswerten und werden die Ergebnisse dem Gesundheitsministerium wie auch dem RKI zur Verfügung stellen. Danach solle festgelegt werden, wie die Filterschleuse bei unterschiedlichen Inzidenzen ausgestaltet wird, um die Filterfläche angemessen zu schützen.

Und so soll die Strategie umgesetzt werden: Die Einrichtungshäuser richten den Probebetrieb einer Filterschleuse mittels Schnelltests ein, die gemeinsam mit dem örtlichen Gesundheitsamt und dem Gesundheitsministerium betrieben werden kann. Das Konzept sieht vor, dass jeder Kunde vor dem Einlass getestet wird. Nur wer einen negativen Test nachweisen kann, erhält Zugang zum Markt.

Damit ließe sich das Risiko im Markt selbst auf einen Bruchteil des generellen Infektionsrisikos reduzieren.

Das übrige Hygienekonzept bliebe auch im Regelbetrieb der Filterschleuse in Kraft, „da auch ein Schnelltest keine hundertprozentige Sicherheit bietet. Denn Schnelltests filtern eine überwältigende Mehrzahl der Infektionsketten heraus. Damit helfen Einrichtungshäuser wirksam gegen die Pandemie und ermöglichen der Kommune, gleichzeitig eine Teststrecke einzurichten und eine erste Öffnung umzusetzen“, heißt es.

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