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Marburg Aquamar: So teuer ist die Schließung
Marburg Aquamar: So teuer ist die Schließung
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18:22 26.12.2019
Quelle: Thorsten Richter/Archiv
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Marburg

Rund 30.000 Euro kalkuliert die Stadtverwaltung derzeit für die Fahrkosten-Erstattung der Marburger Schüler ein, so dass diese ins Schulsport-Schwimmbad nach Heskem kommen können. Bei dem Betrag bleibe es, wenn der Zeitplan für das Ausweichen – bis Frühjahr – gehalten werden kann. Damit die Bauarbeiten am kaputten Dach des seit September gesperrten Aquamar in den nächsten Wochen beginnen können, bereitet das Bauamt laut Bürgermeister Wieland Stötzel (CDU) aktuell die Auftragsvergabe an Firmen vor.

Gutachter haben neben den zuerst aufgefallenen Schäden auch ähnliche Risse im angrenzenden Sprungturmbereich gefunden – weshalb dieser ebenfalls repariert werden muss. Das Schadensbild dort sei ähnlich, nur nicht in dem Maße ausgeprägt, sagte Stötzel kürzlich. Es sei aber „sinnvoll, das alles auf einmal anzugehen“, sagte Stötzel. Das Kombi-Becken soll während der Bauarbeiten wohl geöffnet werden.

Das beschädigte Haupthallen-Dach ist aber nicht die einzige Reparatur, die im kommenden Jahr im Aquamar ansteht. Vielmehr soll der Zeitplan für ohnehin geplante Bauarbeiten nicht vom Schwimmbad-Schadensbild beeinflusst werden. So sollen das Durchschreite­becken zum Freibad erneuert, die Ultrafiltrationsanlage erneuert, der Rutschenturm und die Sauna saniert werden. Kalkulierte Gesamtkosten: 165.000 Euro.

Daneben sind Ausbauten geplant, etwa – wegen der extremen Temperaturen in Sommermonaten – der Einbau einer Splitt-Klimaanlage in der Aqua-Oase (20.000 Euro) und im Aufsichtsturm im Freibadbereich (25.000 Euro) sowie ­Spielgeräte (14.000 Euro). Im Hallenbad Wehrda, das seit der Aquamar-Schließung häufiger benutzt wird, soll laut Haushalt nur ein marodes Geländer ausgetauscht werden (Kosten: 15.000 Euro).

von Björn Wisker