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Marburg So genervt sind Kraftfahrer
Marburg So genervt sind Kraftfahrer
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09:00 19.03.2022
10.03.2022, Baden-Württemberg, Stuttgart: Ein Kunde einer freien Tankstelle füllt sein Auto mit Diesel-Kraftstoff. Der Landtag in Baden-Württemberg hat für seine Plenarsitzung unter anderem die Energieversorgung im Südwesten auf der Tagesordnung. Der Ukraine-Krieg hat die Spritpreise erstmals über die Schwelle von zwei Euro steigen lassen. Foto: Marijan Murat/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
10.03.2022, Baden-Württemberg, Stuttgart: Ein Kunde einer freien Tankstelle füllt sein Auto mit Diesel-Kraftstoff. Der Landtag in Baden-Württemberg hat für seine Plenarsitzung unter anderem die Energieversorgung im Südwesten auf der Tagesordnung. Der Ukraine-Krieg hat die Spritpreise erstmals über die Schwelle von zwei Euro steigen lassen. Foto: Marijan Murat/dpa +++ dpa-Bildfunk +++ Quelle: Marijan Murat
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Die Spritpreise in Deutschland sinken wieder, sind aber immer noch zu hoch. Wie der ADAC am Freitag mitteilte, kostete ein Liter Diesel am Donnerstag durchschnittlich 2,211 Euro. Das waren 4 Cent weniger als am Vortag und 11 Cent weniger als vor einer Woche. Für Super E10 verlangten die Tankstellen im Schnitt noch 2,127 Euro – also 3 Cent weniger als am Vortag und 8 Cent weniger als zu Beginn der Woche. Kraftstoffmarkt-Experte Jürgen Albrecht sagte, die Spritpreise entwickelten sich in die richtige Richtung. Dennoch sei Benzin massiv überteuert. Daran ändere auch der leichte Anstieg beim Ölpreis nichts. Beim Blick auf die Anzeige der Spritpreise an den Tankstellen stockt den Tankenden der Atem. Mit einem frustrierten und genervten Blick fahren viele der Kraftfahrer aus dem Landkreis Marburg Biedenkopf an die Tanksäulen.

So sehen die Spritpreise in Deutschland aus. Quelle: dpa

Einer dieser genervten Autofahrer ist Volker Laukel. Der 64-jährige Michelbacher sagt: „Mit der Kenntnis der aktuellen Preise habe ich vollgetankt, weil ich erwarte nicht, dass der Spritpreis sich in nächster Zeit senkt, sondern eher hochgehen wird von den Preisen her. Dann ist es auch fast egal, wann ich volltanke.“ Dies führt dazu, dass einige Kraftfahrer auf Bus und Bahn umsteigen. So auch die 40-jährige Verwaltungsfachangestellte Ariana Joker, die sagt: „Ich bin nach Gießen gefahren und habe 20 Euro für die Hin-und Rückfahrt gezahlt. Das habe ich vorher noch nie machen müssen. Ich versuche auch lange Strecken mit dem Bus zu fahren, weil es anders nicht mehr geht.“

Auch Claudia Detriche nutzt ihr Auto gezielter. Dies sei aber schon seit Jahren der Fall. „Was wir mit dem Fahrrad erledigen können, erledigen wir auch mit dem Fahrrad. Ansonsten bündeln wir eigentlich immer. Ich fahre also nicht wegen jeder Kleinigkeit los. So einen Luxus kann man sich schon seit Jahren nicht mehr leisten“, sagt sie.

Von Larissa Pitzen und Leonie Rink

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